„Bist Du jetzt etwa Veganerin?“

Ähnlich wie zum Langzeitstillen bin ich zur veganen Ernährung gekommen. 🙂 Es war keine willentliche Entscheidung von heute auf morgen. Es hat sich ergeben…

Vor vielen Jahren kam mein Mann durch seine Allergie auf tiereiweißfreie (bzw. tiereiweißarme) vollwertige Ernährung. Es war eine Umstellung aber ziemlich schnell verzichteten wir auf Zucker und aßen tiereiweißarm also kein Fleisch und Fisch. Käse und Eier haben dann aber irgendwann schnell wieder den Weg in den Kühlschrank gefunden. Selten auch Fleisch und Wurst.

Als die Jüngste (Stillkind) so schreckliche Ausschläge bekam, half meine (tiereiweißfreie) vegane Ernährung, dass der Ausschlag verschwand. Es dauerte eine Weile bis ich mich umgestellt hatte und es fällt mir immernoch manchmal schwer, aber zu 95% esse ich vegan. Wobei ich Honig und auch Butter esse, also nicht ganz vegan. Die Butter habe ich aber auch schon deutlich reduziert. Unsere Jüngste verträgt das gut und ihre Haut zeigt deutlich, dass ihr das (fast) vegane Essen so viel besser bekommt.

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Der Kinderarzt meint sobald sie abgestillt ist, wird sich das ändern und sie wird (wohlmöglich) alles essen können, weil sie dann erst ihren eigenen Verdauungskreislauf hat. Keine Ahnung ob das stimmt. Wir werden ja sehen. Ich bin gespannt.

Nun bin ich so gut umgestellt, dass ich vegane Ernährung gar nicht „schlimm“ finde. Ich hoffe das bleibt so, denn ich fühle mich besser und wohler damit.

In letzter Zeit werde ich ab und zu mal mit komischem Unterton gefragt ob ich jetzt so vegan esse oder so. 😜

Da ich mich gar nicht so sehr vegan fühle und ja auch Honig und Butter esse, gehöre ich eigentlich nicht dazu, aber ja ich esse größtenteils vegan und finde es weder besonders schlimm noch eine große Einschränkung. Und meine Familie isst oft einfach auch vegan, weil wir eben der Jüngsten nicht immer erklären wollen warum sie das „Andere“ nicht haben kann. So sind wir quasi in die vegane Ernährung reingerutscht und mein Mann hat, seitdem er viel viel weniger tierisches Eiweiß isst, deutlich weniger Allergieprobleme. Früher war er in der Pollenzeit wenig aus dem Haus zu kriegen und inzwischen fällt es mir immer weniger auf, dass Pollenflug ist, denn mein Mann niest weniger und geht sogar einfach so mal Fahrrad fahren. Früher undenkbar gewesen während der Allergiezeit.

Er selbst sagt, dass es jedes Jahr besser wird.

Sind wir jetzt deshalb eine vegane Familie oder so? Wenn man die Veganer fragt, dann eher nicht, wenn man Omnivoren fragt, dann sicherlich. 😊

Wie seht ihr das?

10 Gedanken zu “„Bist Du jetzt etwa Veganerin?“

  1. Hi :),

    ich wollte an dieser Stelle mal sagen, dass es doch eine tolle Sache ist, wenn ihr euch körperlich mit der veganen Ernährung gut fühlt bzw. wenn dadurch die Beschwerden reduziert werden.

    Zu Butter würde ich jetzt sagen, dass es hierzu ersatzweise beispielsweise Pflanzenmargarine gibt. So sind u.a. Alsan oder Sojola (ist halt auf Sojabasis) ganz gut.
    Honig kann man beispielweise durch Agavendicksaft oder auch Ahornsirup ersetzen. Oder es gibt auch die Möglichkeit auf pflanzlichen „Honig“ zurück zu greifen, so zum Beispiel Löwenzahnhonig. Man muss halt herum experimentieren, was einem am besten schmeckt :).

    Insgesamt würde ich sagen ist eine weitestgehend vegane Ernährungsweise doch auch eine gute Sache. Man muss für sich selbst herausfinden wo man seine Grenzen zieht. Mir persönlich geht es da mehr um den tierethischen Aspekt als um den gesundheitlichen. Von daher würde ich sagen ernährt ihr euch so wie du es beschreibst weitestgehend vegan. Vegan leben ist dann aber noch wieder was anderes, also bezogen auf andere Lebensbereiche wie Kleidung, Kosmetikartikel usw.

    Lg

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Cordula.
      Danke für die Tipps!
      Welche Pflanzenmagarine esst ihr? Ich kann mich mit dem sehr „verarbeiteten“ Lebensmittel Magarine noch nicht so richtig anfreunden, daher habe ich erstmal versucht unseren Butterkonsum deutlich zu verringern.
      Beim Honig geht es mir ähnlich. Honig ist so herrlich unverändert und ich habe natürlich die Bienen auch im Garten und ich weiß wo er herkommt und wie mit meinen Bienen umgegangen wird.

      Vegan leben ist nochmal was anderes. Das stimmt. Wobei ich auch da ein bisschen reinrutsche und immer mehr auch mal gucke was auf den Produkten steht.
      Unsere Hygiene und Kosmetikartikel sind auch schon größtenteils vegan.
      Kleidung und Schuhe nicht immer.

      Auf jeden Fall beschäftige ich mich immer mehr damit was es bedeutet vegan zu leben. 😊
      Danke für den tollen Kommentar.
      Liebe Grüße, Anita

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      • Hi Anita,
        immer wieder gern ;).

        Ich muss ehrlich sagen, dass wir keine Pflanzenmargagine essen. Wir schmieren Gemüseaufstriche meist direkt aufs Brot :). Ansonsten, wenn ich backe, dann verwende ich vorwiegend Sojola. Sonst verwende ich eigentlich so gut wie keine Margarine.

        Finde ich aber toll, dass du dich auf dem Gebiet weiter beschäftigst :).
        Und ich finde es auch echt super, dass du bei Kosmetik und Hygieneartikel auf vegane Alternativen zurück greifst ;).

        Wünsche dir noch nen schönen Tag.

        Lg Cordula

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  2. Meine Schwiegermutti hat mich irgendwann mal gefragt wann ich mich denn endlich wieder normal ernähren würde. Das war vor vier Jahren..aber ich bin immer noch vegan. Es ist überhaupt keine Einschränkung mehr. Find ich super dass ihr diesen Weg geht 🙂 LG

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    • Liebe Sanne. Danke für den lieben Kommentar. Meist ist es die Familie die staunt, dass wir so essen. Die Hautausschläge von der Jüngsten könnte man doch auch mit Cremes oder Öl behandeln. 😄
      Ich muss auch sagen, dass es mit der Zeit einfacher geworden ist.
      Liebe Grüße, Anita

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      • Diese Einstellung haben viele. Cholesterin zu hoch? Statine. Blutdruck zu hoch? Beta-Blocker. Autoimmunerkrankungen? Medikamente. Ich verstehe das nicht. Es ist vielleicht einfacher, aber man kuriert doch nur Symptome und nicht die grundlegende Erkrankung. Mich irritiert das ehrlich gesagt immer, gerade weil vollwertig vegan auch so lecker ist und überhaupt nicht kompliziert wenn man sich erstmal etwas reingefuchst hat..

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      • Im Krankenhaus wurde ich sehr komisch angesehen als ich gesagt habe, ich nehme keine Schmerzmittel solange ich nicht weiß woher die Schmerzen kommen.
        Ich hatte Rückenschmerzen, die sich als Nierenbeckenentzündung rausstellten.
        Da ich so gut wie nie Rückenschmerzen habe, wollte ich die Ursache suchen, aber offenbar nimmt man bei Rückenschmerzen einfach eine Tablette oder Spritze und gut ist. 😳

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  3. Finde ich super, dass ihr euch mit der weitgehend veganen Ernährung allesamt besser fühlt. Letztlich sollte das jeder für sich entscheiden und gerade im englischsprachigen Raum wird zwischen sich nur vegan ernähren und komplett vegan leben viel deutlicher unterschieden, wie ich mitbekommen habe. Da wird meistens dann der Begriff „plant-based (diet)“ verwendet, wenn man vegan eben nur auf die Ernährung anwendet. Alles in allem ist jeder Verzicht auf tierische Produkte gut für die Umwelt, egal wie groß oder klein. 🙂 Weiter viel Erfolg damit! LG Andi

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