Papa sein – die andere Seite

Heute habe ich mich um meine haarigen Damen gekümmert, um meine Bienen. Solange hat sich der Papa um das ausgeschlafene und satte Baby (bald Kleinkind) gekümmert.
Sie ist gerne bei Papa. Papa macht quatsch und sie hält es schon bis zu 90 min bei ihm aus. Währenddessen sucht sie aber immer mal wieder nach mir. So wird es mir zumindest berichtet. Heute war ich etwa eine halbe Stunde im Garten. Ich hab mich beeilt.
Als ich ins Haus kam horchte sie bereits nach dem Geräusch der Terrassentür. Sie guckte sehr aufmerksam in die Richtung, ob sie einen Blick erhaschen könnte. Als sie dann meine Stimme hörte, machte sie sich auf den Weg. Sie krabbelte direkt zu mir auf den Arm und umarmte mich sehr lange. Es war eine Szene, die man auch am Flughafen sehen hätte sehen können. Sie umarmte mich fest so als wäre ich wochenlang weg gewesen.
Unglaublich diese Emotion mit 10,5 Monaten. Ich hab sie sehr lieb.

Papa allerdings saß (nun) allein in der Spielecke und beobachtete uns lächelnd. Liebevoll lächelnd. Nicht eifersüchtig. Aber oft ist es schwer für ihn. Er muss sich anstrengen, um die Aufmerksamkeit seiner Tochter auf sich zu lenken. Ich kenne dieses Gefühl nicht. Ich muss mich nicht bemühen um die Aufmerksamkeit meiner Babytochter. Sie ist immer bei mir und sie will das auch so. Wenn sie zwischen mir und dem Rest der Familie entscheiden kann, entscheidet sie für mich.
Es ist süß und liebevoll und ganz normal wie ich finde. Es ist allerdings auch traurig für meinen Mann. Er fühlt sich oft nicht gut dabei. Manchmal hat er Angst sich um dieses kleine Mamakind zu kümmern, weil er Angst hat sie könnte weinen, weil sie lieber zu mir will. Das ist sicher alles ganz berechtigt, aber ich versuche ihm immer zu versichern, dass unsere Babytochter immer ihn wählen würde, wenn es darum geht zwischen ihm und dem Rest der Welt zu entscheiden. Nur wenn sie zwischen ihm und mir entscheiden muss, dann entscheidet sie für mich.

Ich frage mich oft wie mein Mann sich fühlt. Buhlend um das Lächeln unsere Kleinen und dann wie gerade eben, nimmt sie ihn auch in den Arm und drückt sich an ihn. Sie hat ihn lieb und zeigt das auch: „Papa, ich hab Dich lieb. Danke dass Du da bist.“

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