Keuchhusten

Wir haben ihn nun überstanden, den Keuchhusten und ich berichte Euch jetzt davon.

Kind 2 hat Mitte Januar mit ganz normalem Husten angefangen. Ich habe mir erstmal nichts dabei gedacht und die üblichen Hausmittel probiert. Wenige Tage später gesellte sich auch bei Kind 1 der Husten dazu und wir gingen zum Arzt, da die Hausmittel nicht anschlugen.

Lunge ist frei bestätigte der Arzt. Verschrieb uns etwas Pflanzliches. Und wir machten weiter mit unseren Hausmitteln gegen den Husten. Der war recht hartnäckig, aber alles noch sehr erträglich und wurde dann sogar besser ein paar Tage lang (typisch für Keuchhusten). Das Kind 1 hatte es viel milder als Kind 2, die doch ziemlich heftig hustete.

Wir fuhren in einen Kurzurlaub und plötzlich war der Husten wieder heftiger präsent. Hauptsächlich bei Kind 2. Sie hustete nun auch verstärkt nachts und so kamen wir beide nicht zur Ruhe.

Tagsüber ging es ihr gut. Häufiges Husten ausgenommen. Ich begann mir langsam Sorgen und Gedanken zu machen. Der Husten hörte sich nicht an wie Keuchhusten, aber vielleicht ist er es trotzdem?

Es gipfelte in einer durchzechten Nacht in der Kind 2 Fieber bekam und sich dann morgens auch noch übergab. Zum Glück war die Abreise für den Tag geplant und wir sind am Nachmittag gleich zum Kinderarzt gefahren. Er fand auch, dass der Husten nicht die typischen Geräusche macht, aber er testete dennoch auf Keuchhusten.

Zwei Tage später war das Ergebnis da: Keuchhusten. Ich hatte inzwischen auch angefangen zu husten und Kind 3 auch.

Wir hatten ein paar Nächte, die sehr durchwachsen waren durch den Husten mit Brechreiz. Ein paar Mal haben sie sich auch übergeben. Da Kind 2 und dann auch Kind 1 Fieber hatten, war das Übergeben wohlmöglich auch dem Fieber geschuldet und der Husten dann der Auslöser.

Kind 3 blieb ziemlich unbeeindruckt von dem Ganzen. Als es den Großen nach etwa 5 Tagen deutlich besser ging, da fing sie an mit schwankenden Temperaturen, aber ohne großen Husten. Bei den Großen war der Keuchhusten bereits zu weit fortgeschritten für ein Antibiotikum, aber auch bei der Jüngsten haben wir dagegen entschieden nach Rücksprache mit dem Arzt. Ich selbst habe auch keins genommen. Der Einzige, der sich dafür entschieden hat, war mein Mann.

Ich hatte inzwischen mehr Husten und der war lästig, weil trocken. Ich fühlte mich auch krank. Das dauerte ungefähr 3-4 Tage. Dann ging es mir besser 2-3 Tage und dann kam der fiese Husten. Tags und nachts konnte ich kaum aufhören zu husten. Heftige Anfälle. Ich musste mich aber nicht übergeben. Ich war müde, aber nicht krank krank. Nach etwa 5 Tagen war es schlagartig besser. Ich schlief besser. Ich dachte es ist vielleicht eine zufällig gute Nacht gewesen, aber es blieb dabei und auch tagsüber wurde der Husten schnell weniger. Ab dann ist man nicht mehr ansteckend.

Die Jüngste hat weiterhin nichts gehabt. Sehr wenig gehustet. Noch weniger als Kind 1, die ja auch viel weniger gehustet hat als Kind 2. Das Fieber war weg. Ich wartete nun also, dass der fiese Keuchhusten losging. Es dauerte noch einige Tage. Dann hustete sie zwei Nächte mal heftiger 2-3 Mal. Sie hatte keinen Brechreiz und hat sich auch nicht übergeben. Zu dem nächtlichen Husten gesellte sich leichtes Fieber. Nach zwei Tagen war das Fieber weg und der Husten nachts weg und tagsüber geringer.

Sie hustet noch. Wir alle. Das wird noch eine Weile andauern und ist ganz normal für die Krankheit, aber im Grunde war der Verlauf der Krankheit bei uns allen sehr sehr mild. Ich hatte es viel schlimmer erwartet nachdem was ich gelesen habe und auch schlimmer bei Kind 3, weil sie jünger ist. Sie hatte es aber von allen am wenigsten und ich bin froh, dass wir ihr kein AB gegeben haben. Es kann sein, dass sie über die Muttermilch Antikörper bekommen hat und es ihr deshalb leichter gefallen ist mit der Krankheit.

Im Forum hat man mir Kuhstall-Luft oder auch Höhlen-Luft empfohlen. Leider haben wir weder noch in unserer Nähe.

Was haben wir gemacht gegen den Husten abgesehen von den Medikamenten?

  • Birnensaft mit warmem Wasser gemischt (super gegen den Hustenreiz, unbedingt ausprobieren)
  • Honig
  • Luftbefeuchter im Schlafzimmer aufgestellt
  • Bei offenem (meist) und geschlossenem Fenster geschlafen (kann nicht sagen was besser war)
  • Zwiebel aufgeschnitten und im Schlafzimmer aufgestellt
  • Ingwerwickel tagsüber 2x
  • Lavendelwickel nachts
  • Viel trinken (Wasser und Tee und Birnensaftschorle)
  • Zwiebelsocken
  • Hustentee
  • Salbeitee-Eis 🙂

Damit sind wir am Ende vom Bericht. Wir haben es erstmal überstanden, nun müssen alle wieder richtig aufgepäppelt werden, damit wir nicht so anfällig sind. Es wird also nun öfters eine Kraftsuppe geben. 😉

Ich würde mich freuen, wenn hier keine Impfdiskussion entsteht.

6 Gedanken zu “Keuchhusten

  1. Vor Keuchhusten habe ich keine besondere Angst – außer in den ersten 3 Monaten … #ausgründen
    Und an deinem wunderbaren Text kann man gut erkennen, dass der Keuchhusten zwar lästig ist, aber keinesfalls besonders schlimm! Danke für deinen Krankenbericht 😉 ❤

    Liebe Grüße und gute Resterholung für alle
    Mother Birth

    Gefällt 1 Person

  2. Dass mit dem Birnensaft merke ich mir! Hab ich noch nie gehört und bin immer sehr dankbar für diese Tipps!
    Und ich wollte auch schon längst DANKE sagen für die Kraftsuppe, die natürlich unlängst bei mir eingetroffen ist! Danke 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Gute Besserung für Euch!
      Insgesamt würde ich sagen 3 Wochen. Ich war 3 oder 4 Wochen krankgeschrieben glaube ich. Das verschwimmt alles ein bisschen.
      Schlimm war es so 4-7 Tage lange. Dann war es ein „normaler“ Husten, der eben nicht so richtig weggeht.

      Der Keuchhusten schwächt auch ganz schön. Dieses Jahr sind sie alle drei ziemlich anfällig. Schwer zu sagen ob das am Keuchhusten liegt, aber es kommt mir manchmal so vor, weil das Jahr mit dem KH anfing.

      Wieviele von Euch haben es? Was hilft Euch?
      Liebe Grüße, Anita

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