Gastbeitrag: Abhängig von meinem Mann?

Heute habe ich einen Gastbeitrag von Heike (vom Blog Emma und Lukas) für Euch. 

Ich kann mir vorstellen, dass es vielen Müttern so geht oder so ging. Heike wünscht sich gerne auch Kommentare von Euch. Vielleicht habt ihr Ideen oder Vorschläge für sie?

Los geht’s…

Ich bin eine verheiratete Frau und Mama von zwei Kindern. Lukas besucht die Schule, Emma den Kindergarten und ich arbeite in Teilzeit. Mein Mann hat eine Vollzeitstelle und wir kommen in allem meist ganz gut über die Runden. Also im Prinzip eine ganz normale Durchschnittsfamilie.

Und doch bin ich oft nicht glücklich.

Die Kinder sind wunderbar, ich spiele sehr gern mit ihnen, höre ihnen zu, zeige ihnen Dinge, lasse sie selbst entdecken und bringe ihnen bei was ich weiß. Mein Mann zeigt mir, dass er mich liebt und ich fühle mich sehr geborgen und sicher bei ihm. Und doch bleibt die Angst, dass alles von einem Moment auf den nächsten vorbei sein könnte. In einer Beziehung vor ihm wurde ich betrogen, belogen und ausgenutzt. Im Nachhinein denke ich, dass es deutliche Signale gab. Aber ich war einfach zu naiv, zu leichtgläubig und hatte zu wenig Selbstvertrauen um es zu sehen.

Was, wenn ich wieder so gutgläubig bin, was wenn ich ihm irgendwann nicht mehr ausreiche, wenn er mich nicht mehr so toll findet, wie jetzt. Was, wenn er mich ebenso betrügen und ausnutzen würde?
Mein Mann kennt meine Ängste, versucht sie mir zu nehmen und zeigt mir, dass ich das Wichtigste für ihn bin. Und ich? Ich glaube ihm, ich bin mir sicher, dass er es so meint, ich spüre deutlich, dass er mich liebt. Doch an fiesen Tagen schleicht sich wieder die Unsicherheit in meinen Kopf. Ich spinne Situationen in meinem Kopf zusammen und je länger ich das tue, umso realer wird es. Und es bleibt eine ganze Weile im Kopf. Ich kann nichts dagegen tun.

Ich liebe meinen Mann so sehr, dass ich alles nach ihm ausrichte. Wenn er früher von der Arbeit kommt, dann mache ich nichts aus, gehe eben nicht, wie geplant, einkaufen. Er verlangt das natürlich nicht, aber er weiß auch, dass ich einfach nicht anders kann. Ich fahre nicht allein ins Einkaufszentrum, wenn ich weiß, dass er etwas früher nach Hause kommt. Selbst, wenn ich dadurch Zeit „verschwende“. Wir fahren am Wochenende gemeinsam einkaufen, obwohl es sehr viel effektiver wäre, wenn ich in dieser Zeit den Haushalt mache. Ich backe ihm Kuchen, weil ich weiß, dass er ihn mag, obwohl ich eigentlich keine Zeit dazu habe. Und ich bin aufgrund meines Verhaltens überzeugt davon mich viel zu abhängig von ihm gemacht zu haben. Ich kann nicht ohne ihn und ich habe Angst, wenn er mit dem Auto unterwegs ist und ein Unfall auf seiner Strecke im Radio gemeldet wird.

Ich habe keine richtigen Freunde, lange Zeit in einem anderen Bundesland, jeder gründete irgendwo eine eigene Familie und wenn man nach beinahe 10 Jahren zurückkommt, dann ist eben keiner mehr da. Schulfreunde sind zu Bekannten geworden. Mamas und Papas von Lukas‘ Schulfreunden oder Emmas Kindergartenfreunden sind ebenfalls nur Bekannte. Man unterhält sich auf Spielplätzen, bei Schulfesten oder beim Kindergarten, wenn man die Kinder abholt. Wahrscheinlich spielt diese Situation eine große Rolle in meiner Abhängigkeit von meinem Mann, ebenso wahrscheinlich die Tatsache, dass diverse Beziehungsversuche zwischen uns während der Schulzeit scheiterten.

Ich bekam mal den Rat, dass man sich eben nicht so verhalten sollte, wie ich es tue. Man stellte mir die Frage, was denn sei, wenn er mal nicht mehr da sei. Sofort flogen Bilder vor meinen Augen von schrecklichen Unfällen, Krankheiten oder Scheidungen. An so etwas will ich gar nicht denken, aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, weiß ich, dass ich damit nicht klar käme. Mein Lebensmittelpunkt wäre verschwunden. Und das ist dieser Teufelskreis, denn genau diese Erkenntnis, dass ich ohne ihn nicht sein kann, verstärkt die Angst, dass es dazu kommen könnte.

Doch wie kommt man heraus, aus so einem Teufelskreis?

Mein Mann hilft mir, er nimmt mich fest in den Arm, wenn er Zweifel sieht, er schreibt SMS, wenn er auf der Baustelle angekommen ist. Ich weiß, dass er es ernst meint, ich vertraue ihm und ich glaube an seine Liebe. Und ich hoffe, dass es ihm nicht irgendwann zu viel wird.
Ich weiß, dass ich ganz bewusst Zeit ohne ihn verbringen muss. Nicht nur, wenn es wegen Arbeit oder sonstigem gar nicht anders geht. Ich brauche den Mut, um mit Bekannten treffen auszumachen ohne das Gefühl zu haben, dass ich störe. Ich muss lernen Nachmittage zu genießen, ohne ständig aufs Handy zu gucken, ob er schon geschrieben hat wann er Feierabend macht.

Aber vor allem anderen muss ich lernen, meine Ängste in den Griff zu kriegen. Und auch, wenn ich momentan nicht weiß wie, so hoffe ich doch, dass ich irgendwann einfach nur ohne Angst genießen kann.

Gastbeitrag: Liebe Menschen von „Glucke und So“

Ich bin Dani, Elternbloggerin bei Glucke und So und schreibe einfach was aus meinem Kopf sprudelt. Viele Themen beschäftigen mich. Kinder und das Leben mit Ihnen ist ganz vorn dabei aber auch Leidenschaften wie Kochen, backen und Reisen kommen nicht zu kurz.  

Liebe Menschen
Ich schrieb schon über meinen Herzensmenschen, meine Schwester, meinen Bruder und meinen Prinzen und dessen Papa.

Eigentlich ist demnach alles gesagt, was man über die lieben Menschen in meinem Leben sagen könnte.

Eigentlich. Denn uneigentlich sollte man niemals aufhören über die lieben Menschen in seinem Leben zu sprechen.

Als meine Schwester starb und meine Kindheit sich von jetzt auf gleich total veränderte und ein kleines neues Wesen in mein Leben brachte da war ich nicht wirklich voller Liebe. Ganz im Gegenteil. Die Welt war einfach total ätzend für mich und das beinhaltete auch alle Menschen um mich rum.

Diese Phase ging viele Jahre so weiter. Immer wieder fand ich das Haar in der Suppe und tat mich äusserst schwer damit, für jemanden Liebe zu empfinden. Sowohl die platonische als auch die liebende Liebe waren für mich Gefühle, die einfach viel zu komplex waren. Immer gab es Abers oder Konflikte oder Tränen.

Ich bin ein sehr gefühlvoller Mensch und habe selten meine Gefühle unter Kontrolle. Ich möchte Liebe und sie auch geben aber kann schwer damit umgehen wenn ich Sie habe. Irgendwann als mein Groll gegen die Liebe weniger wurde und ich verstand, dass jeder aber wirklich jeder seine Gefühle hat und damit umzugehen versucht, da schloss ich Frieden mit mir selbst.

Ich fing an, mich an gute und tolle Sachen zu erinnern. Ich holte mir Momente ins Gedächtnis zurück, die mich lächeln ließen und vor allem, ließen Sie mich liebe Menschen wieder sehen. Ich sah nicht mehr ausschließlich eine böse Absicht hinter allem und ich verstand, dass man Liebe auf ganz unterschiedliche Art zeigen konnte.

Meine Familie und ich—Wir sind ein wilder verrückter Haufen und wir haben alle viel durchgemacht und das hat uns gezeichnet aber wir sind liebe Menschen und ganz besonders zeigt sich das daran, das wir uns nacheinander erkundigen. Ich kann anrufen wenn was ist und meine Familie steht parat. Egal wie oft wir uns zoffen oder unterschiedlicher Meinung sind, wenn es drauf ankommt, dann sind wir füreinander da. Das ist Liebe. Das ist Verbundenheit und dafür bin ich dankbar.

Für mich ist die Liebe inzwischen ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben. Liebe ist oft kompliziert und doch macht Sie alles einfacher. Die Liebe zu einem Kind stellt nochmal alles auf den Kopf was man je über Liebe sagen konnte oder wollte.

Liebe Menschen sind wichtig und gehören einfach zu jedem Leben dazu. So blöd auch viele Abschnitte im Leben waren, so viele Abgründe in die ich schon schauen musste, all das hat das Bedürfnis nach Liebe nur verstärkt.

Und natürlich umgibt man sich auch gerne mit diesen Menschen, die einem dieses wohlige Gefühl des Ankommens und der Akzeptanz vermitteln.

Genau all diesen Menschen aber besonders meinem Familienclan möchte ich Danke sagen. Danke dafür, dass wir alle wirklich immer da sind wenn es drauf ankommt. Danke dafür, dass wir uns immer wieder zusammenraufen, egal was vorgefallen ist.

Also ihr Lieben, achtet auf die lieben Menschen um euch rum. Denkt immer daran, wenn eure Beerdigung ist und niemand was gutes zu sagen hat, dann hat man wohl zu wenig auf die Liebe geachtet.

Eure Glucke

Gastbeitrag: Kaiserschnitt unter Vollnarkose

Und wieder ein Geburtsbericht für Euch. Die Geburt meines Großcousins war anders als geplant ein Kaiserschnitt.

Geburtsbericht

Nach einer problemlosen und schönen Schwangerschaft begannen tatsächlich genau am voraussichtlichen Entbindungstermin früh ca 5 Uhr die Wehen.
Es war erstmal nur ein Ziehen, aber eben ein regelmäßiges Ziehen.
Ich war entspannt und döste noch bis um 6 vor mich hin. Dann klingelte der Wecker, denn mein Freund musste auf Arbeit.
Ich sagte ihm, dass ich Wehen habe, wollte aber auf keinen Fall, dass er zu Hause bleibt.
Er ging auf Arbeit und schickte seine Eltern bei mir vorbei.
Aus irgendwelchen Gründen hatte ich im Gefühl, dass sich trotz der Wehen noch nicht viel tun wird.
Ca. 9 Uhr fuhren mich meine Schwiegereltern in Spee zu meiner Frauenärztin.
Diese machte ein CTG und teilte mit, dass die Wehen noch nicht regelmäßig und noch nicht sehr stark sind aber dass es gut möglich ist, dass das Kind heute noch kommt.
Um mich abzulenken, waren wir dann noch frühstücken.
Danach haben wir uns mit meiner Schwester getroffen und waren spazieren.
Auch da waren die Wehen noch erträglich. Nach dem Spaziergang gingen wir zurück in unsere Wohnung.
Ich hatte an diesem Tag noch einen Termin mit einem Finanzberater, auch den nahm ich noch wahr und freute mich über die Ablenkung.
Nach dem Termin ca. 18 Uhr wurden die Wehen wirklich schmerzhaft, um einen besseren Überblick zu bekommen lud ich mir eine WehenApp herunter und stoppte Wehenzeit und die Pausen.
Keine Pause und keine Wehe waren wirklich gleich lang. Als mein Freund wieder zu Hause war, verabschiedeten sich seine Eltern und meine Schwester.
Wir redeten und schauten fern, um 22 Uhr legte mein Freund sich schlafen.
Ich verbrachte die Nacht vor dem Fernseher und in der Badewanne.
Die Wehen waren schmerzhaft aber teilweise in größeren Abständen von 15 Minuten.
Ich dachte an meinen Freund und wie kaputt er von der Arbeit war, ich wollte ihn nicht wecken und sagte mir, ich müsse bis ca. 6 Uhr durchhalten, damit er genügend Schlaf hat.
Gerade als ich ihn wecken wollte stand er in der Tür und ich teilte ihm mit, dass ich nun zum Krankenhaus möchte, um schauen zu lassen ob es dem Krümel noch gut geht.
Im Krankenhaus angekommen gingen wir ins Untersuchungszimmer, aber wie befürchtet hatte sich noch nichts getan, erst auf Toilette ging der Schleimfropf ab.
Dem Krümel ging es gut.
Die Schwester riet mir noch spazieren zu gehen bzw. nochmal nach Hause zu fahren.
Ich hatte noch ein Gespräch mit dem Arzt, unterschrieb schon mal alle Unterlagen und dann fuhren wir wieder zurück und ich verbrachte den halben Tag mit Baden.
Erst abends wollte ich, auf Grund der Schmerzen wieder zurück ins Krankenhaus.
Bevor wir reingingen machten wir noch einen Spaziergang und aßen etwas.
Ich hatte häufig Wehen und dolle Schmerzen, aber ahnte schon, dass der Muttermund sicher nicht sehr weit auf war.
Tatsächlich hatte sich der Muttermund nach 38h Wehen nur 1 cm geöffnet.
Zum Glück erhielt ich ca 21 Uhr wenigstens einen Schmerztropf, ich war wie benommen.
23 Uhr hatte sich der Muttermund um 5 cm geöffnet, das veranlasste die Schwester die Fruchtblase zu öffnen. Nun sollten die Wehenpausen kleiner werden. Das taten Sie allerdings nicht und ich freute mich über jede Pause.
Die Schwester wollte mir einen Wehentropf geben, dies lehnte ich ab.

Ich wollte eine PDA, ich konnte die Schmerzen nicht mehr ertragen, ich hatte das Gefühl mein Becken explodiert. Sie riet mir davon ab und meinte, dass in der letzten Phase auch die PDA nicht hilft. Ich quälte mich also und dachte immer, ich halte es nicht länger aus.
Nun riet mir auch mein Freund dazu den Wehentropf zu nehmen, ich müsse ja doch früher oder später da durch. Also stimmte ich zu.

Ich war sehr mit mir selbst beschäftigt und achtete nicht mehr auf das CTG.
Aber irgendwas war anders, im nächsten Moment stand eine Frau vor mir und stellte sich als Oberärztin vor und teilte mir mit, dass Sie mir ein Wehenhemmer spritzen würde und ich mich 1 Mal nach rechts und 1 Mal nach links drehen solle.
Ich wusste sofort das was nicht stimmt und nun wusste ich auch, was anders war, ich hörte keine Herztöne mehr, bzw. nur sehr leise.
Wieder einen Moment später standen noch mindestens 3 weitere Personen neben meinem Bett und ein Narkosearzt stellte sich als solcher vor und teilte mir mit, das ich tief ein und ausatmen solle.
Dies tat ich. Ich begann zu zittern und hatte auf einmal unheimliche Angst, dass mit der Sauerstoffversorgung des Krümels irgendwas nicht in Ordnung sein könnte.
Ich wurde auf ein anderes Bett gelegt und aus dem Zimmer in den OP gefahren, ich erhielt Anweisung zum weiteren tiefen ein und ausatmen und bekam noch mit, wie mein Bauch mit Desinfektion bestrichen wurde und Tücher drumherum gelegt wurden.

Dann wachte ich auf mit den Worten, mein Bauch tut so weh, mein Bauch tut so weh.
Es war ca. 9 Uhr als 2 Schwestern neben mir standen und mir mitteilten, dass Sie mich mit auf die Station nehmen würden.
Dort wurde ich wieder an sämtliche Geräte angeschlossen, was richtig ätzend war, da es ein wahnsinnig heißer Tag war und meine Gedanken nur noch bei meinem Kind waren, ich wollte zu ihm und es war für mich das Schlimmste, dass er nicht bei mir war.
Als mein Freund reinkam mir erzählte, dass es dem Süßen gut geht und mir Fotos zeigte war ich überglücklich.
Der Süße hatte einen Nabelschnurknoten, welcher der Grund für die schlechten Herztöne war.

Ich konnte es nicht glauben, das dieser große Junge (55 cm und 3840 gramm schwer) tatsächlich in MEINEM Bauch war.
Zur Info, ich bin 1,70 m groß und wog vor der Schwangerschaft 57 kg.
Die Schwester war super nett, holte mir Frühstück und half mir, zusammen mit meinem Freund in den Rollstuhl. Ich wollte unbedingt auf die Neo um den Süßen zu sehen, leider scheiterte der 1 Versuch, mein Kreislauf machte nicht mit und ich verlor Unmengen an Blut direkt vor dem Bett.
Mir war schwarz vor Augen aber nach einer 5 minütigen Pause habe ich es nochmals versucht und nun klappte es.
Ich saß im Rollstuhl, schnell eilten wir zu unserem Süßen.
Ich konnte es nicht glauben, wie schön mein Kind ist und wie erfüllend und unendlich groß die Mutterliebe ist, die mich in diesem Moment überkam und bis jetzt anhält.

Wir verbrachten ca. eine halbe Stunde dort und 1 Stunde später kamen wir zusammen auf ein Zimmer.

Gastbeitrag: Hausgeburt nach Fehlgeburt

Heute gibt es für Euch einen weiteren Geburtsbericht einer lieben Freundin von mir.
Los geht’s:

Danke!

Wer hätte gedacht das wir überhaupt so weit kommen…

Weihnachten 2011 hieß es nach etlichen Untersuchungen, Ultraschall, Blutabnahmen und Überwachungen meines Zyklus, dass wir ohne Hilfe keine Kinder kriegen werden. Tolles Weihnachtsgeschenk…

Mir war schnell klar, so hart es ist, aber ich will keine Hormonbehandlung und schon gar keine künstliche Befruchtung. Wenn es mir nicht gegönnt ist eigene Kinder zu bekommen, so wusste ich dass wir auch auf anderen Wegen Eltern sein können.

Im Mai 2012 dann die erste große Überraschung, ich bin schwanger! Ohne Hilfe, ohne Ärzte, aber mit dem Vertrauen in die Natur und meinen Körper, dass er weiß was richtig ist.
Im Juli 2012 der erste große Ultraschall. Wir haben die Nacht zuvor bei meinen Eltern übernachtet, weil meine Frauenarztpraxis direkt um die Ecke war. Weil Sebastian aber arbeiten musste, fragte ich am Abend meine Eltern ob einer von ihnen mitkommen würde zum Termin…ich wollte auf einmal nicht alleine sein bei der Untersuchung…

Dieses Gefühl überkam mich nicht ohne Grund! Die Ärztin konnte bei der Ultraschalluntersuchung keinen Herzschlag mehr bei unserem Kind feststellen. Unser Kind, Bruno (obwohl wir nicht wissen ob es ein Mädchen oder ein Junge ist, wurde es von unseren besten Freunden so getauft und auch immer so genannt, wenn wir den Bauch streichelten) ist im 4. Monat eingeschlafen und lebt seitdem in unseren alltäglichen Gedanken!

Die Trauer war sehr groß und die nächste Zeit sehr schwer für uns. Aber wir waren sehr schnell voller Dank zu Bruno!
„Wir danken dir, dass du uns gezeigt hast, dass wir ganz natürlich schwanger werden können und danken dir für die wundervollen Wochen mit dir. Danke!“

Ich danke dir, dass ich nun doch meine Ausbildung ohne Babypause, beenden konnte. Ich danke dir, dass ich endlich den Mut hatte die Zahn-OP über mich ergehen zu lassen.
Wir danken dir, dass du uns noch mal ganz klar gezeigt hast, dass wir eine Familie gründen und sein wollen.
Danke kleine Bruno!

Der Druck war nun sehr groß. Wir wollten schnellst möglich wieder schwanger werden…

Heute ist uns klar, so konnte das nix werden!
Die Zeit verging und vor allem ich musste lernen los zu lassen und nicht kontrollieren und bestimmen zu wollen.

Rebecca, unsere Hebamme (ihr kennt sie schon aus Anitas Bericht), hatte immer ein offenes Ohr für uns. Sie begleitete uns schon in der Trauerzeit um Bruno und stand auch jetzt jederzeit mit Rat und Tat an unserer Seite. Sie empfahl mir zwei Tees, die ich über ein paar Wochen hinweg trinken sollte.
Ich trank den ersten (Nestreiniger-Tee) knapp 8 Wochen und stieg dann von heut auf morgen auf den zweiten um (leider weiß ich nicht mehr welcher es war)…2 Tage später, es war der 14.02.2013 (Valentinstag) wusste ich woher der Impuls kam! Ich war wieder schwanger! Und wieder nur mit dem Glauben an mich, meinen Körper und die Natur, den ich zwischenzeitlich verloren hatte, aber dank Rebecca wiedergefunden habe.

Rebecca begleitete uns nun von Anfang an. Sie nahm Blut ab um die Schwangerschaft zu bestätigen. Sie machte alle Vorsorge Untersuchungen, sie hörte mit uns die ersten Herztöne ab, spürte die ersten Bewegungen mit uns und kümmerte sich liebevoll um alle Wehwehchen, körperlich und seelisch. Insgesamt war ich dreimal beim FA. Um die 11. Woche herum, weil ich ins Beschäftigungsverbot musste (für mich war es ein „durfte“). Die Ärztin hat auf meinen Wunsch nur mit ihren Händen untersucht. Sie hat mich nochmals aufgeklärt über die Möglichkeiten der Vorsorge, urteilte aber nicht in einem Wort über meine Entscheidung, sondern stärkte mich in meinem Vertrauen in meinen Körper und meinen Instinkten. Die zweite Untersuchung war die Feindiagnostik. Unser erster Ultraschall. Er dauert ca. 7-10 min. Wir wollten nur wissen ob Herz und Lunge gut entwickelt sind und einer Hausgeburt nix im Wege stehe. Große Anspannung bei uns beiden… ich zögerte noch ob es wirklich gut ist diese Untersuchung zu machen? Oder will ich auf diesen Ultraschall auch verzichten? Nein! Sebastian hat aus Liebe zu mir auf so vieles verzichtet an Vorsorge, diesen einen Ultraschall machen wir! Alles ist okay mit unserem Baby! Und, wir erwarten einen Jungen!

Beim Geburtsvorbereitungskurs meinte Rebecca: „…zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft, sollten wir unser Baby ungefähr 10 mal am Tag kräftig spüren…. Sebastian fragt mich: „Zählst du auch wie oft er tritt?“ Ich antwortete ihm: „Ja! Aber ich zählte die Momente in denen ich ihn nicht spüre!“
Zum Ende der Schwangerschaft bestätigte Rebecca uns, dass wir ein sehr aktives Baby haben!

3 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin sind wir umgezogen. Die Nacht vor dem Umzug habe ich nicht geschlafen…bitte, bitte nicht heute Nacht! Bitte lass uns noch umziehen und dann darfst du kommen!
Der Umzug ging 1,2, Fix über die Runden. Jetzt darfst du kommen Mäusebär.
Die erste Nacht in der neuen Wohnung verging.
Die 2.
Die 3.
Die 4.

Heute ist der Entbindungstermin! Und es passiert nix! Ich will nicht mehr! Ich will wieder schlafen können! Der Bauch war so groß und schwer und das Baby verschaffte sich ohne Rücksicht Platz im Bauch.
2. Tag nach ET. Die Herztöne sind nicht optimal. Zur Kontrolle fahren wir ins Krankenhaus. Mein größter Alptraum! Im KH war das CTG dann wieder top. Damit auch der Papa wieder entspannt ist, machen wir noch einen Ultraschall. Unser 2. Und insgesamt 3. Ärztliche Untersuchung. Ich bitte die Ärztin keine Größe und kein Gewicht zu nennen. Alles okay. Die Ärztin hätte gerne eingeleitet, aber 3-4 Tage im KH zu warten ob was passiert, nein danke! Warum auch wenn alle Werte in Ordnung sind!?

Wir probieren was:
Indisch essen, heiße Wanne und ein Glas Rotwein. (ein halbes Glas habe ich geschafft, da habe ich mich wie nach eine halben Flasche gefühlt). Es passiert nix…

Tag 7 nach ET.
Tag 8,9,10,11 nach ET…
Ich will nicht mehr und schon gar nicht will ich ins KH und dort entbinden!!!

Tag 12 nach ET. Akupunkturnadeln, Öle, Gewürze, nix hat angeschlagen…Aber ein Versuch haben wir noch bevor es zur Einleitung ins KH geht!

Tag 13 nach ET. Ich habe mir ins Abendbrot Rizinusöl gemischt. Das war um 19:00Uhr.
20:00Uhr; ich fühle mich wie immer. Bauch ist schwer, das Baby tanzt im Bauch und ich weiß nicht ob ich liegen, sitzen oder stehen schlimmer finde …
21:00Uhr; nix hat sich verändert…
22:00Uhr; noch immer tut sich nicht. Nicht mal aufs Klo muss ich.
22:50Uhr; nichts ist passiert. Okay, sehr schade. Mein Wunsch den Kleinen zu Hause zu bekommen erfüllt sich nicht. Wenn er sich dazu entschieden hat das das KH der bessere Ort für uns ist. Dann werde ich das jetzt akzeptieren müssen. Es ist klar, morgen früh um 08:00Uhr, fahren wir ins KH und leiten die Geburt ein. Jetzt sind wir müde vom Warten. Wir gehen Zähne putzen und ab ins Bett.

22:53Uhr; ich lege mich ins Bett und decke mich zu… “puh“, so schwer fiel es mir bisher nicht mich hin zulegen. Ich muss tief durchatmen um wieder zu Luft zu kommen.
22:58Uhr; schon wieder. Ich muss tief durchatmen!

Ich: „Schatz! Irgendwas ist anders!“
Sebastian: „Vielleicht doch Wehen?“
Ich: „Nein, das waren gerade mal 5 min Abstand!!!“

Wir lassen trotzdem mal den Wehenzähler mitlaufen…

Es sind Wehen!!! Alle 5 min und zunehmend stärker!

Aber so kann ich doch gar nicht schlafen!? Ich soll doch die Pausen nutzen!? Und was ist mit der Kürbissuppe die ich vorgekocht hatte!? Wie soll ich die denn bei dem Wehen Abstand aufwärmen?

00:30Uhr; Anruf bei Rebecca. Ich kann vor Schmerzen kaum sprechen. Sie macht sich auf den Weg! Sie ist da!!

Rebecca: „Wir bekommen jetzt ein Baby Tessa!“ Ich sage unter Tränen „Ja“.

„Oh! Was war das?“, fragte ich laut. „Es hat gerade geknallt im Bauch!?“ Blasensprung! Eins der schönsten Gefühle, die ich erleben durfte.

Rebecca sagt direkt, knie dich auf den Boden. Ich geh runter. Rebecca schiebt mir Handtücher zwischen die Beine. Aber so viel wie erwartet war es nicht. Es blieb alles in Schlüpfer und Hose…

Wehenabstand mittlerweile 3 min. Rebecca untersucht mich. Liegen ist die Hölle. Ich will nicht liegen ich will laufen…ich laufe zwischen Bad und Wohnzimmer auf und ab. Ich war froh dass Rebecca da ist. Aber ich will niemand bei mir haben. Sebastian und Rebecca sitzen im Schlafzimmer, wo unser Baby zur Welt kommen soll. Beide schauen etwas Fern, quatschen und trinken Kaffee. Ich überlege ob mich das nervt? Will ich dass sie schweigend da sitzen? Will ich sie bei mir haben? Was will ich gerade überhaupt? Die nächste Wehe. Ich quietsche jedes Mal und muss mich auf die Zehenspitzen stellen und laufen…Es wird immer schmerzhafter. Ich kann die Wehen nicht zulassen und verkrampfe mich. Rebecca kommt mich unterstützen. Sie hält mich und atmet mit mir. Sie sagt: „Wehen zulassen und wieder gehen lassen!“ Ohja, Kinderkriegen ist nicht leicht!!

Mir ist schlecht. Immer wieder hänge ich über dem Klo, aber nix passiert…

„So ein Scheiß!! Das tut sooo weh!!“, ich schreie und weine. Sebastian erzählte mir hinterher dass Rebecca ihm ziemlich genau sagen konnte was ich als nächstes tue und sage bzw. schreie. Das fanden wir beide sehr amüsant.

Wir probieren eine warme Wanne… Gar nicht gut! Mir wird schwarz vor Augen. Also wieder raus. Ich habe keine Ahnung wie ich da wieder rausgekommen bin…
Ich komme zu mir… „Ich habe mich übernommen! Ich will ins KH, ich will eine PDA! Bitte Rebecca!“
Wir sind natürlich nicht ins KH! Rebecca hatte meine Gefühle und Hormone schnell wieder unter Kontrolle.

Rebecca untersucht mich… es kommt mir vor als wenn ich alle paar Minuten liegen soll. Es ist sehr unangenehm und ich will sofort wieder aufstehen, aber Rebecca will nach sehen wie weit der Muttermund offen ist. 7cm in 1 Stunde.

Es kommen noch einige schmerzhafte Wehen. Ich laufe noch immer zwischen Bad und Wohnzimmer hin und her. Und wieder kommen die Fragen… „Warum ist keiner bei mir? Hier spielt die Musik! Ach nein, es ist gut so! Bitte fasst mich nicht an und lasst mich in Ruhe“, denke ich mir.

Rebecca guckt noch mal nach dem Stand der Dinge….

Sebastian nimmt mich in den Arm. Die nächste Wehe. Ich hänge mich in seinen Arm (ein tolles Gefühl, wie er mich hält und mir Kraft gibt)…irgendwie ist es in diesen Moment anders!? „Es drückt!?“, sage ich. Rebecca sagt ich soll mich in den Vierfüßler hocken. Das war auch meine Wunsch Position für die Geburt…

Rebecca schaut nun von unten…Meine größte Angst in diesem Augenblick, ich kacke Rebecca ins Gesicht! Immer wieder denke ich: „Bitte Rebecca komm da weg. Ich muss mich entleeren und kann es nicht steuern. Bitte komm da weg!“
Tja, hätte ich das mal laut gesagt! Denn hinterher erzählte ich es Rebecca und sie lachte! Sie hätte mir in dem Moment nämlich gesagt, dass es gar nicht geht! Das Baby hat sich soweit nach hinten geschoben, dass es mein Po-Loch komplett dicht gemacht hat.
Rebecca geht kurz raus aus dem Schlafzimmer. Jetzt sind die Wehen sehr angenehm! Es drückt stark, aber ich habe keine Schmerzen mehr. Ich bin wieder bei mir. Habe das Gefühl, wieder Kontrolle über meinen Körper zu bekommen und nun endlich auf einer Welle mit dem Baby zu sein. Ich kann wieder sprechen, denken, hören UND lachen!!! Ich höre dass Rebecca telefoniert… Sie gibt der 2. Hebamme Bescheid und ich höre das erste Mal, dass mein Baby etwas größer sei… Blitzartig schießen mir Gedanken durch den Kopf… „etwas größer“, „ein sehr großes Baby“, „4,5kg oder sogar 5kg schwer“, „du wirst bestimmt reißen“, „jetzt wird es doch nochmal sehr schmerzhaft und anstrengend“
„HALT STOP!“, sage ich mir. „du hast immer gesagt, ob 2,5kg oder 4,5kg, wehtun wird es so oder so! Und jetzt freust du dich, denn jetzt kommt dein Sohn auf die Welt!“

Jetzt ging alles noch viel schneller. Ich will erzählen und quatschen aber die Wehen kommen zu schnell nach einander. Hin und wieder ziept es ganz schön, dann sagt Rebecca immer ich solle mal hin fassen, das Köpfchen ist schon da. Aber ich will nicht.

Rebecca holt etwas und spricht mit Sebastian. „Jetzt schnell“, sage ich mir. Ich fasse mir zwischen die Beine und … na toll, nur die in Kaffee getränkete Binde (entspannt den Damm und hilft dabei dass er sich dehnt). Zwei Wochen später erfahre ich, dass es doch das Köpfchen war bzw., die zusammen geschobene Kopfhaut.
Und wieder geht alles nochmal schneller… Ich muss nur noch wenige Male pressen und er schiebt sich durch.

Um 03 Uhr morgens hob ich unseren Sohn auf meinen Arm. Er ist da! 13Tage nach Entbindungstermin, erfüllte er mir meinen Wunsch. Eine entspannte, ruhige, geborgene und selbstbestimmte Geburt in unserem schöne, neuen zu Hause!

Die nächsten Augenblicke sind nicht in Worte zu fassen…

Er weint und liegt auf meiner Brust, ich soll mich setzten. Bekomme aber meine Beine nicht nach vorne, ich spüre sie gar nicht… aber irgendwie hat es dann doch geklappt…
Sebastian sitzt neben uns. Wir reden mit unserem Sohn, begrüßen ihn.

Mir fällt gerade auf, das ich unsere beiden Kater noch gar nicht erwähnt habe! Beide waren die ganze Zeit an meiner Seite und haben mich begleitet. Alex, unser alter Herr, lag bei mir am Kopf. Ich durfte mich auf ihn legen, als sei er ein Kissen, das mich stützt. Unser jüngerer, ängstlicher Kater lag unter dem Bett und beobachtete das Geschehen zwischen meinen Beinen.

Als unser Sohn etwa 10-15 min auf der Welt ist, klingelt es an der Tür…
„Hä? Wir haben doch noch niemanden Bescheid gegeben, oder?“ „Ach, nee! Die 2. Hebamme. Die hatte ich schon ganz vergessen…“

Ich, nein wir! kommen langsam im Jetzt und Hier an… Rebecca sagt zu mir: „Du musst jetzt erstmals duschen, dein Sohn hat dich angekackt.“ Ich muss lachen und denke mir „so viel zum Thema, >ich will Rebecca nicht ankacken!<“

Sebastian hat die Nabelschnur schon durchgeschnitten und nimmt unseren Sohn auf den Arm. Rebecca und ich gehen duschen…

Wow, ich bin baff! 4 Stunden, das war sehr schnell… die Hebammen verabschieden sich und wir liegen noch lange mit dem Kleinen und den Katern im Bett… Er ist so wundervoll!

Liebe Rebecca, ich kann es nur immer wieder, und wieder, und wieder sagen: „Danke!“
Es war eine wundervolle Hausgeburt und sicherer hätte ich mich nirgends fühlen können!

Geburtsbericht von Frau G

Heute gibt es einen Gastbeitrag von Frau G, eine liebe Freundin von mir. Ihren Blog findet ihr hier.

Als unsere Tochter in unser Leben trat

Ein Jahr ist es nun fast her als unsere Tochter das (furchtbar grelle) Licht der Welt erblickt hat… Die Welt blieb stehen und dreht sich seit dem in einem anderen Tempo weiter.

Alles begann am 08.04.14 dem errechneten Geburtstermin. Um 10h hatte ich im Krankenhaus meinen Termin für das routinemäßige CTG. Ich parkte und watschelte rüber. Das CTG war absolut unauffällig und beim Ultraschall sah man, dass das Fruchtwasser nun langsam zurückgeht. Wieder kommen sollte ich am Freitag (den 11.) Falls sich bis dahin nichts von allein tut.

Also ging ich happy und gut gelaunt zurück zum Auto, wo mich der Schlag traf. Mein ippAuto war komplett zerstört. Man hatte mich im geparkten Zustand unter einen vor mir geparkten LKW geschoben. Hinten und vorne alles hin. Doch wirklich schlimm wurde es für mich als ich las wann der Unfall passiert war. .. Er ereignete sich genau 5min nachdem ich das Auto verlassen hatte. Mein Kopf fuhr Achterbahn. Mir war heiß und kalt und mir wurde ziemlich übel. Mein Mann holte mich dann kurzerhand ab und fertig vom Erlebten und dem Kopfkino des Tages ging ich um 20h zu Bett.

Um 0.30h wurde ich von meinen mir nun schon bekannten Darmkrämpfen geweckt. Ich kenne das schon, da ich sie Zeit meines Lebens unter der Periode hatte. Nun in den letzten Wochen der Schwangerschaft hatte ich sie auch ständig. Die Krämpfe sind sehr unangenehm, weil man einfach nichts dagegen machen kann. Ich vermutete dass der Zwerg sich nachts immer dreht und es deshalb weh tut. Wird ja schließlich immer enger.

Also bin ich aufgestanden auf Toilette Flur auf Flur ab. Hm diesmal sind die Schmerzen heftig – weiter schlafen wie sonst wird schwer. Also den Mann wecken. Er sagte ich solle doch diesmal ein Buscopan Zäpfchen nehmen, das sei schließlich erlaubt (er hatte gut zugehört im Geburtsvorbereitungskurs) Ok dachte ich, ich muss ja irgendwie schlafen. Als ich dann auf Toilette war, fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen. Die Schmerzen waren rhythmisch… Ich wollte noch keine Pferde scheu machen, deshalb hab ich mir mein Handy geschnappt und die Wehenschreiber App gestartet. Hm alle 3 min… Sollten wir da nicht langsam ins Krankenhaus. Und als ich das so dachte spürte ich plötzlich, dass mein Körper den natürlichen Reinigungsprozess startet. Und da war dann auch wirklich klar, es geht los. Ich schleppte mich – 2 Wehen veratmend ins Schlafzimmer und sagte meinem Mann, dass es losgeht. Erst war er unsicher aber als er mich sah, war ihm alles klar. Dann ging es schnell. Tasche geschnappt, angezogen und irgendwie die Treppe runter.

Während mein Mann das Auto aus der Garage holte, umarmte ich noch den Baum vor unserer Tür und dann ging es los. Im Krankenhaus angekommen war es 1.30h und die Wehenabstände bereits bei 2 min. Ab dem Moment war ich überfordert. Und dieses Gefühl ließ mich irgendwie eine ganze Weile nicht los. Wo war die von allem beschriebene Eröffnungsphase mit Abständen von 10 min zum Gewöhnen an den Schmerz? Wo waren die Rücken und Oberbauchschmerzen? Wieso kann ich nicht mehr laufen und kann den Schmerz nicht kontrollieren? Wer mich kennt weiß, dass ich sehr schmerzunempfindlich bin und eine ganze Menge locker aushalte. Warum bin ich dann auf einmal so überfordert. Das war vermutlich auch das Schlimmste für meinen Mann, der damit auch so gar nicht gerechnet hat.

Gut wir sind also ins Vorwehenzimmer, dort nahm die Hebamme den Befund (7 cm bei Ankunft) und hing mich ans CTG. Nach ca. 20 min kam sie wieder und bettete mich in den Kreißsaal um. Die Wehen hatten kaum noch Abstände. Ich war nicht in der Lage zu laufen, ich konnte nur liegen und atmen. Ich warf mich sogar vor Schmerzen im Bett umher und schrie, was ich im Nachgang überhaupt nicht glauben kann. Da wir die einzige Geburt waren, war die Hebamme bei uns. Sie sagte mir, dass mein Gehirn überfordert sei, weil das Schmerzgedächtnis sich nicht an den Schmerz gewöhnen konnte und dass die Darmkrämpfe natürlich außergewöhnlich sind.

Gegen 2.30h schaute ich meinen Mann an und sagte, dass ich nicht mehr könne. Er war sichtlich erschrocken. Das was ich nie wollte, brauchte ich jetzt, weil ich gefühlt nicht mehr klar kam. Ich bat die Hebamme um eine PDA. Es war für mich die erste innere Ohrfeige. Der Anästhesist, ein ziemlich unsympathischer Typ, kam, setzte 2x an dann saß die PDA. Sie saß um genau zu sein sogar perfekt. Ich spürte die Wehen noch, so dass ich hätte pressen können aber es war gut aushaltbar. Doch dann begann der Teufelskreis. .. Die Wehen ließen nach und ich musste an den Tropf. Eröffnet war ich mittlerweile komplett. Was aber irgendwie nicht kam war der Blasensprung. Die Hebamme fühlte nach, doch da War nichts. Ob ich was gemerkt hätte oder ob das Bett nass sei. Nein nichts… Hmmmmm Rätselraten. Gestern beim Ultraschall war ja noch Fruchtwasser da.

Der Tropf begann so langsam zu wirken und ich begann wieder zu atmen. Nach kurzer Zeit spürte ich langsam den Pressdrang. Die Maus hatte sich noch nicht komplett gedreht und rutschte immer wieder leicht zurück. Nach einer Weile wurde die Hebamme unruhig. Ich wusste nicht warum, aber ich spürte es. Kurze Zeit später kam sie mit der Assistenzärztin zurück. Diese erklärte mir, dass ich

  1. Fieber hätte, dass
  2. Meine Blase nicht gesprungen wäre, wohl also schon auf war und
  3. Die Herztöne unserer Tochter nicht ideal sein.

Sie nahm den Befund und war der Meinung, dass wenn ich presse sich schon etwas bewegt, die Werte aber nicht gut sind und Sie deshalb den Stationsarzt befragen müsse. Kurze Zeit später standen also 2 Hebammen (es war kurz vor Schichtwechsel), 1 Hebammen-Schülerin, 1 Assistenzärztin und ein Stationsarzt um mich rum. Der Arzt schaute auf das CTG, nahm wieder den Befund dachte nach und sagte die folgenschweren Worte, die noch heute laut in meinen Ohren schallen „Frau G., ich weiß, Sie haben bis hierher gekämpft aber die Herztöne Ihrer Tochter sind sehr schlecht, wir müssen einen Kaiserschnitt machen!“ In dem Moment als er begann zu sprechen, wusste ich was kommt. Ich wusste, dass jetzt das Schlimmste, was ich mir vorher vorstellen konnte, eintreten würde. Ich heulte los wie eine Verrückte. Er versuchte mich zu beruhigen „es ist wirklich notwendig“ ich sagte, ziemlich barsch „das sind die Hormone, natürlich müssen wir das machen“ Und dann ging alles verdammt schnell.

Die Hebammen kathetern mich erneut (das war bereits das 3x) und holten mir ein Bonding Top während die Ärzte raus stürmten. Eine Hebamme sagte dann noch, dass mein Mann mit rein könne, er bekäme dann OP Kleidung. Ich guckte ihn an und dachte nur „das will er nicht, er hasst Blut“ also sagte ich ihm, entgegen dem was ich fühlte, dass er nicht mit müsse, wenn er sich nicht dazu bereit fühle. Und dann war ich schon im OP. Das alles dauerte keine 5 Minuten. Der Anästhesist von der PDA war schon da. Zum Glück lag bereits die PDA ansonsten wäre nur noch eine Vollnarkose möglich gewesen. Dann begann man die PDA aufzuspritzen. Immer wieder fragte man mich ob ich die Kälte spüre. In völliger Panik davor etwas zu spüren sagte ich immer wieder „ja“ ich weiß nicht wie oft, auf jeden Fall durchschaute der Stationsarzt das irgendwann und meinte, dass wenn ich hier was spüre (quasi an der Brust) aber nicht hier, dann können wir jetzt loslegen.

Mein Mann war nicht da. Ich dachte er würde nicht wollen. Gott sei Dank fragte die Anästhesie-Schwester, wo denn der Vater sei. Und dann wurde mein Mann rein gelassen. Er wartete die ganz Zeit draußen.

Dann begann das für mich schmerzlichste und absurdeste, dass ich jemals in meinem Leben erlebt habe. Ich lag, fixiert wie am Kreuz auf einer Liege, spürte absolut nichts in meinem Körper. Es war unendlich hell. Um mich rum viele Menschen und vor mir ein grünes Tuch. Links die Schwester, an meinem Kopf der Anästhesist und rechts mein Mann der mich beruhigte. Es war ca. 6:50 als es losging. Der gesamte Tisch hat gewackelt, ich dachte ich fliege gleich runter. Am Blick meines Mannes konnte ich sein Entsetzen sehen, was da mit mir gemacht wurde. 6:54h und es gab einen lauten Schrei. Ich weinte und schrie, ich will Sie sehen. Dann lief jemand mit einem winzigen schreienden Bündel an mir vorbei. Ich konnte nichts erkennen. Nach ungefähr 2 Minuten kam ein Arzt und nahm meinen Mann mit. Er durfte bei Ihr sein als Sie abgesaugt und in Tücher gewickelt wurde und durfte das letzte Stück Nabelschnur abschneiden.

Während er weg war, passierte im OP folgendes: Die Hebamme kommt zurück und sagt „Er ist jetzt drüben“ ich total schockiert, konnte ja im vorbei rennen nichts erkennen frage den Anästhesisten an meinem Kopf „ Ist es jetzt ein Junge oder ein Mädchen?“ er „oh nicht drauf geachtet“ dann an den Arzt gewandt „War das jetzt ein Junge oder ein Mädchen“ er „Keine Ahnung“ ich lag da und dachte mir nur, klar ist ja nur ein Job Bauch aufreißen Kind entnehmen, Bauch flicken. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam mein Mann zurück. Er steht neben mir mit unserer Tochter im Arm und ich gucke ihn völlig geschockt an und frage „Ist es jetzt ein Junge?“ er „Hä? Nein natürlich ein Mädchen“ und gab mir meine Tochter.

Naja, er legte Sie mir ins Bonding Top… Mit der einen Hand die ich etwas bewegen konnte streichelte ich ihren Kopf und weinte bitterlich… So sollte das alles nicht laufen. Warum ist das alles nur passiert? Und dann wurde mir unendlich schlecht. Ich vermute der Druck die Anspannung die Erkenntnis über meine verkorkste Geburt alles zusammen ließen meinen Magen durch drehen. Ich schaute meinen Mann an und sagte, nimm Sie mit rüber mir wird schlecht. Und so nahm er Sie und ging raus. Ich blieb, festgebunden und taub auf dem OP Tisch zurück und weinte erneut… 45 lange und quälende Minuten lag ich da und spürte wie man mich zunähte. Natürlich spürte ich nichts im eigentlichen Sinne, aber es ruckelte und wackelte. Zwischendurch kam ein Kollege rein und brachte etwas und er wurde gefragt, ob er denn auch zur Party käme. Was tat ich da?! Ware auf dem Tisch… Als sie fertig waren sprach die Assistenzärztin zu mir. Sie erklärte mir dass alles sehr gut vernäht wurde, das alles ohne Komplikationen ablief und (ja das teilte man mir im OP mit) dass ich jetzt ein Jahr lang nicht schwanger werden dürfe.

Und dann passierte etwas, dass ich nie, nie in meinem Leben vergessen werde. Etwas Banales, das aber unglaubliche Angst in mir hervorrief. Man hob mich vom OP Tisch ins Kreißsaal Bett. Niemand der es nicht erlebt hat kann sich vorstellen, was es bedeutet, wenn fremde Menschen einen bewegen und man wirklich taub ist, wirklich gelähmt. Oben rum spürte ich alles, aber natürlich war ich Brust abwärts taub und dieses Gefühl vergesse ich nie. Noch Tage danach habe ich davon geträumt.

Zurück im Kreißsaal durfte ich nun endlich unsere Tochter in den Arm nehmen. DSCF6440_AUSSCHNITTEs war das schönste Gefühl meines Lebens und dennoch war ich unendlich von Trauer erfüllt. Es schmerzt mich immer noch so sehr, wenn ich daran denke, dass uns diese ersten Momente, diese Glücksgefühle genommen wurden. Dennoch im dem Moment blieb die Welt stehen. Wir waren nur für uns und ich legte sie zum ersten Mal an. Ich war unendlich glücklich als sich unsere Tochter als kleines Naturtalent erwies. Sie wusste wie es geht und dafür bin ich im Nachhinein sehr dankbar. Wenn ich Sie schon nicht natürlich gebären konnte, so sollte zumindest unsere Stillbeziehung harmonisch verlaufen.

Noch am selben Tag bestand ich darauf aufzustehen. Die Schwestern wollten es mir nicht erlauben, aber ich habe darauf bestanden. Ich glaube es war ein persönlicher Drang zu zeigen, dass ich kein Weichei bin, denn so kam ich mir vor. Nicht in der Lage mein Kind auf die Welt zu bringen, zu schwach und zu weich. Nicht stark und nicht laut genug, zu unerfahren und zu wenig unterstützt. Nach ca. 8 Tagen versuchte ich die Schmerzmittel auf eigene Faust abzusetzen. Nach 14 Tagen war ich quasi beschwerdefrei. Die äußere Narbe verheilte schnell und sauber. Die Narbe auf meiner Seele wurde aber von Tag zu Tag größer.

Ich hatte Albträume und immer wenn ich eine natürlich Geburt sah oder jemanden von einer natürlichen Geburt erzählen hörte verfiel ich in eine unendliche Trauer. Ich recherchierte, las das Buch „Kaiserschnitt. Wie Narben an Bauch und Seele heilen können“ und verarbeitete langsam das Erlebte. Zu guter Letzt orderte ich noch meinen Geburtsverlaufsbericht aus dem Krankenhaus, der mich noch mehr aufwühlte als dass er mir nützte.

Heute ist mir vieles Klarer. War ich doch am Tag und auch Wochen danach so unendlich dankbar für die Hebamme die uns betreut hat, so bin ich heute am meisten von ihr enttäuscht. Sie hätte mich stärken müssen, sie hätte mich motivieren und an meine Kraft als Frau appellieren müssen. Mein Mann war dazu nicht in der Lage und das ist auch absolut verständlich. Er erlebte seine starke Frau in einem Ausnahmezustand sonders gleichen. Die Hebamme hingegen weiß, dass wir am Rande des Wahnsinns sind, wenn wir ein Kind gebären. Sie weiß aber auch, dass wir dazu gemacht sind. Ich fühlte mich mit meinem Schmerz allein gelassen. Und ich glaube auch, dass wir es zumindest einmal hätten probieren können. Die Entscheidung für den Kaiserschnitt kam so schnell. Beide Ärzte haben keine 5min geguckt oder getestet. Als Erstgebärende ist man unsicher. Man kennt die Schmerzen nicht, man kennt keine Statistiken. Es wird mit Angst gearbeitet und dann will man nur eins – das richtige tun.

Dankbar bin ich im Nachhinein für die PDA. Hätte ich eine Vollnarkose gehabt, wäre ich vermutlich wirklich daran verzweifelt. So habe ich zumindest ein bisschen das Gefühl mein Kind geboren zu haben, da ich wach war und Ihren ersten Schrei gehört habe. Trotzdem war auch die PDA meiner Meinung nach ein Auslöser für den Verlauf und den Ausgang der Geburt.

Nun ist fast ein Jahr vergangen. Ich habe noch immer nicht meinen Frieden machen können. Ich fühle mich immer noch als Versagerin und denke, dass der Kaiserschnitt unser Urvertrauen, das wichtige Bonding erschwert hat. Aber ich weiß eins, sollte ich noch ein Kind bekommen, wird das anders ablaufen. Ich weiß jetzt was auf mich zukommt. Ich habe keine Angst davor, im Gegenteil, ich stehe dem offen entgegen und vermutlich würde ich diesmal ein Geburtshaus dem Krankenhaus vorziehen. Vieles war einfach nur Routine. Diese schreckliche Atmosphäre im OP, die Art wie sich da unterhalten wurde, während ich da lag – wach. Auch wenn ich das Krankenhaus und die Abläufe sonst als sehr gut empfand. Die Angst, dass es wieder so läuft ist vermutlich zu groß.

Alles in Allem sehe ich dieses Erlebnis jetzt als ein Teil von mir. Ein Teil der das beste in meinem Leben hervorgebracht hat, auch wenn ich es uns für uns alle anders vorgestellt habe, so bin ich doch erfüllt von so viel Liebe, ob der Geburt unserer Tochter.

Eure Frau G.

Gastbeitrag: Entstehung von Marta und Piet

Meine liebe Cousine (Michi Ricks)hat ein Kinderbuch gezeichnet. Wie es dazu kam erzählt sie heute hier in meinem Blog.

Wenn ihr mehr über den neunmalklug Verlag wissen möchtet dann schaut mal hier.

Los geht’s:

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Zu der Geschichte von „Marta & Piet – eine Reise nach Kalkutta“ wurde ich durch ein Zitat von Ranga Yogeshwar inspiriert. Er erzählte in einem Interview, dass er zu seinem Vater sagte: „Wenn ich glücklich werde, indem ich Fahrräder in Kalkutta repariere, dann werde ich das tun – denn am Ende sollte man glücklich sein“.

Da ich zu der Zeit buchstäblich auf der Suche nach einer Fahrradmechaniker Ausbildung war und mir von einigen Seiten der Familie eingeredet wurde, dass ich durch mein Abitur ja auch ganz andere Berufe oder gar ein Studium ergreifen könne, setzte sich der Satz in meinem Kopf fest. Er wurde zu meinem Mantra und erinnerte mich stets daran, nach dem zu suchen, was ich von Herzen gerne machen möchte.

In meinem Freundeskreis und auch in der Familie sehe ich viele, die sich mit ihrem Job arrangiert haben. Ihr Mantra scheint zu sein „Einer muss ihn ja machen“. Dass sie dabei unglücklich sind und sich jeden Montag aufs neue 5 Tage motivieren müssen aufzustehen, scheint dabei der Lohn ihres sicheren Jobs zu sein. Oft höre ich von ihnen, dass sie ja keine Wahl hätten, schließlich müsse man Miete zahlen, Essen kaufen und überhaupt sei man einfach auf genau diese Arbeit angewiesen.
Je härter der Job, je weniger Schlaf und je mehr Aufopferung, desto angesehener scheint man in dieser Gesellschaft zu sein. Der Arbeitende tröstet sich dabei nicht selten mit Rechtfertigungen wie „dafür kann ich mir tolle Dinge kaufen, die mich glücklich machen, die ich mir ohne den Job nicht leisten könnte!“

Oft sind diese Glück-Kauf-Gefühle von kurzer Dauer, das siebte Paar Schuhe passt zwar wunderbar zum neuen Outfit, jedoch bleibt gar keine Zeit es einmal auszutragen – der Job ruft, man ist müde und gestresst….

So richtig interessant finde ich es, wenn es in dieser Konstellation Kinder gibt. Kinder bringen schließlich das wahre Glück und man möchte ihnen ja schließlich etwas bieten können. Einige Eltern greifen also auf ihr eigenes Muster zurück und überschütten die Kinder mit Spielzeug. Es soll ihnen schließlich an nichts fehlen, das sie glücklich macht – aus Dank, aus Liebe. Als Entschuldigung?

Doch ich glaube Kinder haben eine wunderbare Gabe – sie können sich ihr eigenes Glück schmieden. Sie erfinden Geschichten, erleben Abenteuer, versinken in ihrer eigenen Welt und machen nur die Dinge, die sie von Herzen gerne machen. Unbeschwert, unerwachsen, unerzogen.

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Das ist natürlich nur meine Beobachtung, selbst kinderlos, aber faszinierte Beobachterin von den Kindern der Freunde und der eigenen Nichte. Dabei kennt es doch fast jeder: Zu Weihnachten ist der Karton spannender als das neue Bobby Car. Kinder sind nicht von Geburt aus an materiellen Dingen interessiert. Wir lenken ihren Fokus darauf, oft aus Zeitmangel. Denn ein Tretauto ist schneller gekauft, als eine Geschichte um einen Baumstamm herum zu erfinden, der vielleicht eigentlich eine gelandete Rakete ist.

Bei „Marta & Piet – eine Reise nach Kalkutta“ stellt sich Marta an einem regnerischen Tag die Frage, welche Geschichten sie wohl mit ihrem Spielzeug erleben kann und welche Abenteuer es in der Natur zu entdecken gibt.

Ihr Kinderzimmer ist übersät mit allerlei Spielzeug, doch so richtig will ihr keine Idee kommen, was sie damit heute anfangen soll. Ihr Freund Piet, ein Kuscheltier-Hase, fliegt gerade über Martas Kopf hinweg. Da kommt Marta eine Idee und sie schnappt sich Piet und ihre Regenjacke. Sie will sich in der Welt umschauen, wo man das Glück finden kann.

Auf ihrer Reise lauschen Marta und Piet an Bäumen und hören ihnen beim Wachsen zu. Marta trifft auf eine alte Dame, die in einer kleinen unscheinbaren Hütte in den Wäldern lebt. Sie erzählt Marta eine Geschichte über das Glück und über Seemänner. Marta beschließt mit Piet einen Seemann aufzusuchen und mit ihm über das Glücklichsein zu sprechen.

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All das geschieht im ersten Teil der zweiteiligen Geschichte. Sie endet unverhofft am Meer, bevor Marta den Seemann trifft und soll den Kindern und Eltern den Raum und die Möglichkeit geben über das Glück zu sprechen. Bei unseren Vorlesungen in KiTas haben wir die tollsten und ehrlichsten Antworten und Fragen von Kindern gehört, die uns aus den Socken gehauen haben.

Der zweite Teil ist gerade in der Entstehungsphase und soll voraussichtlich im April erscheinen. Marta und Piet werden mit vielen Fragen im Gepäck auf den Seebären treffen und mit ihm über die Sterne, das Meer und natürlich auch über das Glück sprechen.
Ob der Seebär sie tatsächlich wie versprochen nach Kalkutta bringen wird, werdet ihr aber erst im Buch erfahren.

Vorstellung vom neunmalklug Verlag für Kinderbücher

Guten Morgen.

Heute möchte ich Euch den neunmalklug Verlag für Kinderbücher vorstellen. Nun folgt ein schöner Gastbeitrag vom Verlag.

Bunte Geschichten in grünen Büchern

neunmalklug (http://ww10517975_1509651162603220_6941778316257371158_nw.neunmalklug-verlag.de) ist ein Kinderbuchverlag, der anders produziert und anders handelt, als in der Buchbranche üblich. Als erster Kinderbuchverlag produzieren wir wirklich ungiftige Bilderbücher, die kleine Kinder ruhig in den Mund nehmen können. Leider ist das bei Büchern noch kein Standard.

Als Tante und werdende Mutter macht man sich so einige Gedanken über “g1907375_1514058975495772_7295890502538890999_nute” Lebensmittel, Kleidung und Spielzeug für die Kleinen. Zum Glück gibt es inzwischen viele tolle Alternativen. Nur bei Büchern irgendwie nicht. Dabei werden für den Druck von Büchern
Farben und Lacke eingesetzt, die Schadstoffe enthalten, die weder für Natur noch Gesundheit gedacht sind – zum Teil krebserregende. Immer wieder tauchen Funde von Fasern aus Regenwäldern in Kinderbüchern auf. Gerade besonders aufwendig hergestellte Bilderbücher haben weite Transportwege auf Schweröltankern von Druckerei zu Verlag hinter sich.

Wir zeigen, dass es auch anders geht und sind damit Pioniere in der Buchbranche.

neunmalklug-Bücher sind frei von gefährlichen Weichmachern, Mineralöl und AZO-Farbstoffen. Sie werden auf Papier gedruckt, dass aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Zudem sind alle Bücher Cradle to Cradle-zertifiziert
(Video) Das bedeutet, sie lassen sich wieder komplett in den Kreislauf der Natur zurückführen, sind also kompostierbar, und lassen keine umweltschädlichen Stoffe zurück.

Dazu kommt, dass wir den gesamten Verlag nachhaltig und am Gemeinwohl orientiert führen. Dazu zählt die Versorgung mit Naturstrom, ökologische Büromaterialien und ein Bankkonto bei der GLS-Bank.
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Unser erstes Werk “Marta & Piet” gibt es bereits in einigen Buchhandlungen und Bioläden, sowie online zu kaufen. Dieses Jahr folgt Teil 2, sowie der Beginn einer Reihe für Kinder ab 6 Monaten.
Zudem planen wir gerade eine Crowdfunding-Kampagne. Wie Du uns dabei unterstützen kannst, die Buchbranche nachhaltiger zu machen, erfährst Du in Kürze auf unsere Website oder bei Facebook.