100.000 Bienen und 50 Schüler

Also ungefähr 100.000 Bienen. Ich habe sie nicht gezählt. 🙂 Dann noch zwei Königinnen und 3 Lehrerinnen und ich.

Der Besuch gestern bei den Bienen war ganz unkompliziert und schön. Ich hatte alles vorbereitet und bereit gestellt um den Kindern den Aufbau des Stocks zu zeigen und was ich für meine Arbeit an den Bienen so brauche.

 
Auch die Honigschleuder habe ich rausgestellt damit sie sie mal sehen können.

   

Mein friedlichstes Volk musste herhalten als Anschauung. Die haben ganz bereitwillig mitgemacht. Haben mir gleich gezeigt wo die Königin ist. Die habe ich vorsichtshalber in eine Königinklammer gemacht damit ich sie nicht lange suchen muss und damit ich sie den Kindern gut zeigen kann. Die waren alle ganz begeistert wie groß sie ich und dass sie eine „20“ auf dem Rücken hat. Die Zahl war ihnen ganz besonders interessant. Leider musste ich sie enttäuschen, denn auf die Zahl hatte ich keinen Einfluss. Die Königin habe ich markiert von meinen Lehrimker bekommen. 🙂

Dann habe ich eine Wabe mit Bienen aus dem Stock geholt und gezeigt. Alle waren sehr beeindruckt wie friedlich die kleinen fleißigen Damen sind. Die Kinder waren sehr artig und haben sich an die Ruhe gehalten, denn Lautstärke bemerken die Bienen sofort und werden manchmal unruhig.

Ich hatte so große Sorgen, dass ich die Kinder keine Stunde fasziniert halten kann, aber wahrscheinlich hätte ich noch 30-60 Minuten erzählen und zeigen können. Sie waren ganz begeistert und ich war ganz entspannt.

Am Schluß durften alle nochmal einen Finger in eine Honigwabe eintauchen. Das war natürlich der beste Teil. 😊

   
 

Vorbereitung des Besuchs der Schüler

Ich schreibe mal kurz den Ablauf auf, wie ich es mir in meinem Kopf vorstelle.

  • Wir sehen uns das Bienenhaus = Stock an. Boden, Zarge, Waben, Deckel
  • Dann sehen wir uns die Wabe genauer an. Die einzelnen Zellen. Die Mittelwand
  • Als nächstes kann die Honigschleuder ausprobiert werden
  • Zeit für Fragen?
  • Dann sehen wir uns die Königin an (hoffentlich finde ich sie)
  • Und wir sehen uns eine Wabe mit Brut an und eine mit Honig
  • Vielleicht gibt’s die Möglichkeit etwas Honig zu naschen
  • Noch Fragen?

Bin schon ganz aufgeregt. 🙂

Motto des Monats Mai: Bienensaison

Es geht los mit der Bienensaison. Das wird das Motto sein im Mai. Hoffentlich kann ich auch mal ein Video für Euch machen von meinen fleißigen Damen.

Die Hasel, die Weide, der Ahorn hat schon geblüht. Die Obstblüte ist noch nicht vorbei bei uns, aber am Abblühen. Die Kastanie hat gerade angefangen zu blühen und der Flieder natürlich. 🙂

Wöchentlich sehe ich jetzt in den Stock um nach dem rechten zu sehen. Ich habe zwei Völker aus denen ich dieses Jahr gerne drei machen möchte. Vermutlich Ende Mai oder Anfang Juni. Auch zwei neue Königinnen habe ich bestellt, die bei uns einziehen sollen.

Auch die ersten Klassen der Grundschule werden mich besuchen kommen, damit die Kinder auch was über die Bienen lernen können. Einige Frauen haben mich schon gebeten einen Kurs zu geben zum Thema Imkerei. Ich würde das so gerne machen, aber ich hab das Gefühl, dass mir dafür die Zeit fehlt. Mal sehen.
Auch das Thema Frauen in der Imkerei beschäftigt mich ein wenig. Ich bin in meinem Imkerverein in der Minderheit als Frau abgesehen davon, dass ich mit Abstand die Jüngste bin. Ich hab schon überlegt einen Imkerverein für Frauen zu gründen. 🙂 Mit Hilfe der Vernetzung wäre das sogar überregional möglich… Na mal schauen. Einer von vielen Träumen und Wünschen. 😀

Mein zweites Bienenjahr (2014)

Leider sind nach dem Winter (2013/2014) nur die Bienen eines Volkes geflogen. Drei Völker sind mir gestorben. 😦
Zwei sind mir verhungert und eins hat wohl die Weisel (Königin) verloren. Jedenfalls habe ich ein paar Weiselzellen gefunden.
Ich war sehr geknickt. Aber das eine Volk hatte ich ja noch. Also startete ich ruhig in das Jahr. Die Arbeit an einem Volk ist überschaubar. Durch das Baby war mir das sehr angenehm dieses Jahr.
Ich habe mir eine neue Königin gekauft und ein paar Bienen dazugefegt. Damit hatte ich dann ein Volk und einen Ableger und ein kleines Mini-Volk mit einer frischen Königin.
Diese Königin wollte ich in mein Wirtschaftsvolk einweiseln. Dafür habe ich dessen Königin geklaut und die gesamte Brut rausgenommen (und in den Ableger getan).
Nach 3 Tagen habe ich dann das Minivolk über Zeitungspapier auf mein Volk gesetzt. Die Bienen haben ihre neue Königin angenommen. Das war meine größte Sorge und ich war sehr erleichtert.
Nun habe ich also zwei Völker.
Nächstes Jahr möchte ich in dem zweiten Volk (dem Ableger) auch eine neue Königin einweiseln.

Ich habe keinen Honig geerntet dieses Jahr. Ich habe Ihnen den Honig gelassen. Den Ableger habe ich mit Futterteig gefüttert. Nun hoffe ich, dass die zwei gut über den Winter kommen.

Ihr werdet es hier lesen können, wenn ihr mögt.

Mein erstes Bienenjahr (2013)

In 2013 startete ich nun also mit meinem Volk (noch geparkt bei meiner Freundin). Der Winter war sehr lang so dass die Bienensaison erst spät im April losging. Für mich startet die Saison, aber mit einer deutlichen Vergrößerung. Ende März bekam ich nämlich ein Schreiben, dass meine Förderung bewilligt worden sei. Als Neuimkerin fördert das Land Brandenburg die Imker indem die Hälfte der Anschaffungen für bis zu 3 Völker übernommen wird.

Das kam für uns sehr ungünstig, weil wir all unser Geld in das Haus gesteckt hatten, aber wir wollten auch die Förderung nicht in den Sand setzen also kauften wir alles Beantragte auch ein. So hatte ich innerhalb kürzester Zeit drei weitere Völker inklusive allem Zubehör und auch einen Sonnenwachsschmelzer und eine Schleuder sowie allerhand Honig-Ernte-Zubehör.

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Meine erste Ernte (Frühtracht)

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Meine zweite Ernte (Frühtracht)

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Es hat viel Spaß gemacht. Meine Freundin hat mir geholfen bei den Ernten und ich habe ihr gezeigt, wie sie imkern kann und ihr einen Ableger von meinem Bienenvolk gleich dagelassen.

 

Dann durfte ich den ersten Schwarm einfangen.

(Bild folgt)

Das war sehr spannend, denn bisher war das einfangen doch nur theoretisch für ich. Jetzt wurde es praktisch. Ich habe mich aber dumm angestellt und meinen ersten fiesen Stich bekommen. (Insgesamt war es da schon der 5. Stich)

(Bild folgt)

Nun muss man noch wissen, dass ich zu dem Zeitpunkt schwanger war mit Kind Nummer 3 und inzwischen 5 Völker betreuen durfte/musste/wollte. Mein allererstes Volk, die drei dazugekauften und ein Sammelableger. Wenn man das alles ganz routiniert schon jahrelang macht, ist es wohlmöglich noch anders. Für mich war es ganz schön Arbeit und mit zunehmendem Bauch vorne wurde es immer schwerer die Arbeit an 5 Völkern zu bewerkstelligen.
Die Sommerhonigernte lagerte ich daher erstmal in einem großen Honigeimer, weil ich nicht mehr abfüllen wollte. Außerdem dachte ich er würde kristallisieren, aber den Gefallen tat er mir nicht. Anfang diesen Jahres habe ich ihn abgefüllt.

Jedenfalls habe ich dann wie gelernt die Völker behandelt und gefüttert und wieder behandelt um sie dann winterfest zu haben.
Ich hatte viel Räuberei am Bienenstand. Einige Wespen und auch Hornissen räuberten fleißig bei meinen Honigbienen. 😦

Ein Volk starb aus unerklärlichen Gründen noch vorm Winter. Die Varroalast war wohl zu hoch.
So startete ich mit vier Völkern in den Winter.

Insgesamt hatte ich 10 Stiche. Drei davon im Gesicht so dass ich ab da mit Schleiher und Handschuhen arbeitete, weil es mir geistig nicht mehr gut tat und mich sehr mitnahm. Ich reagiere sehr doll auf die Stiche, aber das seht ihr ja an dem Bildern.

(Bild folgt)

Und wie es mir dieses Jahr erging, schreibe ich morgen auf.

Mein Lehrjahr beim Imker (2012)

Wie ich gestern geschrieben hatte, habe ich den letzten Platz im Probeimker Kurs ergattert.
Es gab dann relativ früh noch bevor das Bienenjahr startete (März-April) einen Theorie Tag mit mehreren Interessierten und Probeimkern. Ein ganzer Tag vollgepackt mit Informationen über die Biene, das Bienenjahr, den Honig, das Propolis und so weiter.
Ich fand das sehr interessant und war nun noch neugieriger auf den Start bei meinem Lehr-Imker. Der war ganz entspannt und meinte er meldet sich wenn es losgeht. Denn nicht jedes Jahr ist gleich und so kommt es, dass man manchmal bereits im Februar und März beginnt die Völker durchzusehen und manchmal auch erst im April.
Irgendwann war es dann soweit. Wir verabredeten uns zwei wöchentlich und daraus wurde dann schnell wöchentlich, denn während der Schwarmzeit (Mai-Juni) sollte man dringend jede Woche in das Volk bzw. die Völker schauen.

Ich lernte die Königin zu finden und Drohnen von Arbeiterinnen zu unterscheiden. Die Arbeit am Volk ist sehr interessant. Jedes ist ein bisschen anders und die Bienen sind sehr faszinierend und auch beruhigend, wenn man sie beobachtet.
Außerdem lernte ich, wie man Honig erntet und dann Zucker einfüttert. Und auch wie man die Bienen gegen die Varroamilbe behandelt und warum das nötig ist.
Der Imker ist mir richtig ans Herz gewachsen. 🙂

Dann endlich bekam ich mein erstes Volk. Den Ableger eines Volkes dürfte ich selbst machen in meinen eigenen Bienenkasten. Ich war so stolz. Hier ein paar Fotos:

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Meine Königin habe ich selbst gezeichnet (erstmal übt man das an Drohnen). Es war eine schöne Zeit und nun hatte ich ein Bienenvolk.

Zu dem Zeitpunkt war klar, dass wir in das Umland von Berlin ziehen werden mit Haus und Garten und dort sollten meine Bienchen dann wohnen.
Solange „parkte“ ich sie bei einer Freundin, die meine „Ausbildung“ sehr interessiert verfolgte und auch gerne Bienen haben wollte. Nun hatte sie erstmal meine zur Pflege.

Es wurde ein sehr langer Winter (die Bienen machen keinen Winterschlaf, sie sind wach und sitzen in einer Traube in ihrem Stock, wo die äußeren Bienen, die Inneren wärmen und dann wird getauscht). Was dann im 2. Bienenjahr passierte erfahrt ihr morgen.

Wie ich zur Imkerei kam

Ich werde jetzt vier Tage lang berichten wie mich die Imkerei geküsst hat. Heute geht es darum, wie alles anfing. Morgen berichte ich von meinem Lehrjahr, dann von meinem ersten Jahr und zum Schluß von diesem Jahr und wie es hoffentlich weiter geht.

Wie kam ich also dazu mit Bienen zu arbeiten? Während der Mittagspause unterhielten sich die Kollegen über Gott und die Welt, da berichtete ein Kollege, dass er kein Obst mehr an seinen Bäumen hat und dass er sich Bienen in seinen Garten stellen möchte.
Da kam der Stein ins Rollen. Nach diesem Gespräch ist mir ein Licht aufgegangen. Ohne Bienen kein Obst.
Zu der Zeit habe ich bereits vollwertig gelebt und seitdem die Kinder da sind, arbeite ich stetig an mir mich zu verbessern und auch meine Umwelt besser wahrzunehmen. Bienen schienen mir plötzlich eine tolle Idee. Meinen eigenen Honig produzieren und auch noch der Natur etwas zurück geben…
Ich las im Internet viel über Dachimkerei und Imker, die in Berlin auf ihren Balkonen imkern. Das wollte ich auch. (Da wohnten wir noch in Berlin)
Wir hatten einen ungenutzten Balkon und der sollte nun Bienen beherbergen.
Ich fand den lokalen Imkerverein und konnte mich dort im August 2011 für den letztem Probeimker Kurs anmelden für 2012. Zu dem Kurs gehörten ein Buch („Einfach imkern “ von Dr. Gerhard Liebig) und ein Jahr lang einen Imker begleiten und bei ihm/ihr lernen. Danach bekommt man das erste Bienenvolk und kann loslegen. Der Kurs sollte 100€ kosten.
Ich musste noch meinen Mann überzeugen. Er war anfangs sehr skeptisch. Als wir dann aber im Britzer Garten das Bienenhaus besuchten und direkt neben den Bienenkästen auf einer Bank saßen und die Kinder unbehelligt ein Eis aßen, da war er nicht mehr kritisch und unterstützte meinen Wunsch.

So fing alles an. Leider musste ich dann noch bis zum Frühjahr 2012 warten bis es richtig losging. Aber mehr dazu morgen.

Das Buch kann ich Euch wärmstens empfehlen. Ich finde es bis heute sehr hilfreich und informativ.

Hier meine anderen Beiträge zu dem Thema
Mein Lehrjahr beim Imker (2012)
Mein erstes Bienenjahr (2013)
Mein zweites Bienenjahr (2014)