Nächte – Teil 3

Ich habe ja schon zweimal über unsere Nächte berichtet. Es ist mal wieder Zeit. Ich will auch Mut machen. Es wird besser.

Inzwischen schläft die Jüngste meist zwischen 19 und 20 Uhr und dann schläft sie meistens bis 2/3 Uhr morgens. Manchmal meldet sie sich nochmal zum pullern gegen 22-23 Uhr. Danach ist sie trocken bis morgens. Nach dem Stillen nachts kommt sie ab und zu noch mal gegen 4 bzw. 5 Uhr. Dann ist die Nacht um 6-6.30 Uhr vorbei. Tagsüber schläft sie 1-2 Std. Meist über mittags von 11 bis 13 Uhr.

Ich kann ganz gut mit dem Rythmus leben und fühle mich meistens recht ausgeruht nach diesen Nächten. Ich hab mich jetzt schon so daran gewöhnt, dass es mich schon richtig stresst, wenn sie wieder schlechter schläft. 😦 Dann denke ich schon über Abstillen nach, aber meistens schläft sie gut so dass es wohl noch eine Weile so weiter gehen wird.

Wenn ich das vergleiche mit meinem ersten Beitrag zum Thema, dann ist das jetzt schon eine unglaubliche Verbesseung.

Scharlach 

Letzte Woche hatte eine meiner Töchter Scharlach aus der Schule mitgebracht. Der erste Tag fing an mit einer unruhigen Nacht in der sie schon über Halsschmerzen klagte. Dann morgens Kopfschmerzen und leichte Temperatur. Die stieg dann schnell auf über 39 Grad an und die Kopfschmerzen waren unerträglich. Von Halsschmerzen war keine Rede mehr. Wir haben dann ein Schmerzmittel gegeben, das die Kopfschmerzen gelöst hat und gleichzeitig das Fieber gesenkt. Somit ging es ihr den Rest des Tages einigermaßen gut. Abends kam aber das Fieber zurück und plötzlich klagte sie auch verstärkt über Halsschmerzen. Ich habe nicht Scharlach vermutet und wäre eigentlich nicht zum Arzt gegangen, aber am nächsten Tag hatte sie immernoch Temperatur und Schmerzen und die Jüngste einen dicken Zeh also sind wir zum Arzt gefahren.

Scharlach kann man übrigens mehrmals bekommen. Wir hatten schonmal Scharlach. Das verlief ähnlich unkompliziert und war sehr interessant. Eine von beiden hatte Fieber und bekam dann Ausschlag. Dann die Zweite auch inkl. Ausschlag so dass wir eine Kinderkrankheit vermuteten. Wir fuhren ins Krankenhaus (heute würde ich sagen das war etwas übertrieben). Im Krankenhaus war die Kinderärztin auch nicht sicher was das für ein Ausschlag ist. Sie kam mit einem Poster auf dem einige Bilder mit den üblichen Kinderkrankheiten zu sehen waren. Anhand der Bilder versuchte sie eine Diagnose zu stellen.

Irgendwann haben sie dann einen Abstrich vom Hals gemacht und der war dann positiv. Als klar war dass wir Scharlach haben, kamen einige angehende Kinderärzte um sich den Ausschlag anzusehen, denn sowas sieht man eben im Krankenhaus nicht sehr häufig.

Uns wurde dann Penicillin verschrieben, aber da das erste Kind schon kein Fieber und keine Schmerzen hatte und der Verlauf sehr gut war, habe ich beim Zweiten auch abgewartet.

Dieses Mal haben wir Zinnober von Weleda verschrieben bekommen. Das hat schnell geholfen. Schon am nächsten Tag ging es ihr sichtlich besser. Dazu haben wir Halswickel gemacht und Salbeitee getrunken. Meine drei Kinder trinken den übrigens sehr gerne.

Ich habe den Tee auch in die Eis-am-Stiel Formen gefüllt und dann konnte  sie den Tee lutschen. Das kam besonders gut an. (Gesüßt mit Honig)

Den Halswickel zu machen ist sehr einfach:

Eine Zitrone auspressen und den Saft in warmes bis heißes Wasser giessen. Ein Tuch darin tränken und auswringen. Dann auf den Hals und ein trockenes Tuch darüber. Ich machen dann meist einen Schal drumherum. Der Wickel bleibt nur 5-10 min am Hals. Nach dem Entfernen den Hals noch warm halten. Das haben wir zwei Mal am Tag gemacht.

Keiner weiter hat sich angesteckt. Welch ein Glück.  🙂

Ohne Kinder = riesen Erleichterung?

Wir haben vor zwei Wochen ein Wochenende ohne die Großen zu Hause verbracht. Sie waren beim Onkel.

Wenn ich das erzählte wurde mir oft gesagt, dass das ja eine große Erleichterung sein muss und wir mal ein ruhiges Wochenende verbringen können… Tatsächlich ist es aber mit der Jüngsten fast genauso anstrengend, weil ihr die großen Schwestern sehr fehlen. Sie machen Quatsch mit ihr und viele unterschätzen die Zeit des Tages in der sich die Großen mit der Kleinen beschäftigen. Da summiert sich einiges zusammen. Erst vor ein paar Tagen haben die Drei sich 45 Minuten zusammen beschäftigt und ich konnte mal ein kurzes Nickerchen machen, das ich an dem Tag dringend brauchte.

Der Spaßfaktor fehlt also definitiv. Ein Kind ist also nicht immer weniger anstrengend als Drei. Zumindest nicht bei uns.

Außerdem war vor ein paar Wochen mein Mann auf Dienstreise und meine Schwiegermutter kam zu uns, damit ich an die Bienen gehen konnte. Nachdem ich die Großen zur Schule gebracht hatte, machte ich noch einen Abstecher zum Supermarkt bevor ich wieder nach Hause fuhr. Dort erwartet mich Schiemu und Kind 3 und meine Schwiegermutter meinte zu mir: „Und wie war es mal in Ruhe ohne Kinder einzukaufen?“ Denn in der Regel habe ich mindestens die Jüngste dabei… Tatsächlich aber war es mir gar nicht richtig aufgefallen. Ich fand es jetzt nicht mehr oder weniger entspannt als mit Kind/Kindern, denn ich habe mich schon so daran gewöhnt und meine Kinder sind auch überhaupt nicht anstrengend beim Einkaufen (na gut meistens jedenfalls). 🙂

Ich nehme es also ganz anders wahr als die Anderen. Ich empfinde die Kinder auch nicht als Last. Würde sie nur im Notfall in die Kita bringen, wenn ich eigentlich zu Hause bin. Zumindest habe ich das oft so gehandhabt mit den Großen. Vielleicht ist das nachher mit der Jüngsten anders.

Ich kann mir auch nicht vorstellen ohne sie einen längeren Urlaub zu machen. Sie gehören irgendwie dazu. Vor knapp drei Jahren waren wir mal 5 Tage in Istanbul. Das war die längste Abstinenz von meinen Kindern bisher und das empfanden wir beide als komisch. Zumal Istanbul so schön und sehr kinderfreundlich war und sie uns so gefehlt haben. Ständig war irgendwas wo wir uns angesehen haben und sagten „Das würde ihnen jetzt auch gefallen.“ Oder „Das wäre auch was für sie.“

Ja ohne Zweifel wäre es ohne Kinder auch oft entspannter, aber ich habe mich so an sie gewöhnt und es fehlt dann einfach was.

Am Strand

Gestern und heute waren wir am See baden und buddeln. Es war das perfekte Wetter dafür.

Heute sind wir allerdings um 11 Uhr gegangen. Da wird es dann einfach sehr voll und die Sonne brennt dann auch.

Ich traue mich inzwischen auch problemlos mit den Dreien alleine an dem See oder ins Schwimmbad. Die Großen schwimmen immer besser und warten auch mal, wenn es gerade nicht passt oder so planschen mit der Jüngsten in flacherem Gewässer. Es macht Spaß mit ihnen und die Jüngste liebt das Wasser in jeder Form. Kalt, warm, egal. Hauptsache sie darf rein. 🙂 Hat heute auch aus dem See getrunken… Naja. Das ist nicht so meins.

Ich gehöre ja auch zu denen, die weiß sind und braune Arme und Hals/Dekoltee haben. Das sieht sehr lustig aus. Ich war aber am Strand nicht die Einzige und auch mit meinem von Schwangerschaften verschönerten Körper war ich nicht die Einzige. 🙂

Nun hat mir aber gestern und auch heute mal wieder das Herz geblutet. Weinende Kleinkinder, die ins Wasser gezwungen werden. 😦 Warum machen die das? Und dann sind es immer nicht die Eltern, die das Kind halten.

Gestern wurde das Kind im Wasser gehalten. Trotz Gebrüll und rufen nach Mama. Mama kam dann eher gemächlich und machte keine Anstalten das Kind aus dem Wasser zu „befreien“ im Gegenteil. Die Kleine (etwa im Alter meiner Jüngsten) wurde durch das Wasser zurück zum Strand gezogen. Ich fand das sehr befremdlich. Das Kind stand dann den Rest der Zeit weit entfernt vom Wasser und sie hat mir so leid getan. 😦 Mutter und Bekannte oder Verwandte fanden es sehr lustig…

Heute wieder. Vermutlich die Oma des Kindes (ich vermute knapp ein Jahr alt) versuchte krampfhaft ihn in den See zu halten. Papa kam dann und erlöste den Kleinen und Mama kam dann auch ganz langsam dazu getrottet.

Ich finde das einfach schlimm mitanzusehen und die Großen gucken dann auch gleich immer und fragen was da los ist. Es fällt mir schwer das zu erklären, aber sie verstehen dann meist auch ohne große Erklärung was los ist.

Die Großen hatten auch Angst vorm Wasser als sie in dem Alter waren. Eine Zeit lang ging nicht mal die Badewanne. Das war schon etwas blöd, aber dann haben wir sie eben gewaschen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen sie zu zwingen. Oder sie von jemand anderem zwingen zu lassen. 😦

Tage wie dieser…

Heute ist einer dieser Tage, die ich gerne streichen würde. 😦

Gestern hatte ich schon so eine Ahnung. So ein Bauchgefühl. Ich hatte irgendwie keine Lust zum Yoga zu fahren.

Heute morgen dann der erste Hinweis. Kind 1 hatte Bauchschmerzen. So schlimm, dass sie nicht in die Schule gehen konnte. Ich hätte zu Hause bleiben sollen, aber nein ich wollte trotzdem zum Yoga. Also nehme ich halt zwei von drei Kindern mit.

Kind 2 war nicht begeistert, dass sie nun alleine in die Schule muss. Das hat den Morgen noch etwas gewürzt. Wir waren dann etwas knapp an der Schule und ich war dann auch knapp am Bahnhof. Leider fällt mir kurz bevor wir den Bahnhof erreichen ein, dass meine Yogaklamotten zu Hause liegen. Also zurück ins Auto. Nach Hause. Dann fahre ich eben mit dem Auto zum Yoga… Der Berufsverkehr stört mich ja nicht. *ironie aus*

Wir kamen zu spät und ich war erstaunlich unentspannt. Mit beiden Kindern war es nochmal anders als nur mit der Jüngsten. Yoga war also nicht sonderlich effektiv.

Auf dem Rückweg hat die Jüngste im Auto geschlafen. Leider nicht sehr lange. Kind 2 abgeholt. Sie hat mir den Nachmittag mit dem üblichen Theater über die Hausaufgaben versüßt. Und täglich grüßt das Murmeltier…

Beide haben mich dann noch aus dem Konzept gebracht, weil sie komisch umgegangen sind mit der Jüngsten. Beide Male war ich sprachlos und sehr wütend.

Abendessen war ereignislos und als ich alle drei ins Bad schickte um sich bettfertig zu machen, hatte ich eine Minute Zeit um auf das Handy zu schauen. Dort erinnerte mich eine Nachricht meiner Freundin daran, dass ich ihre Kinder heute aus der Kita abholen wollte. Ich ließ alles fallen. Rief den Kindern zu, dass ich schnell weg muss. Alle drei wollten mitkommen. Natürlich. Die Jüngste nackt, nahm ich schnell den Autoschlüssel und es ging los. Der Kindergarten hatte bereits geschlossen und die Kinder saßen mit einer wartenden Erzieherin dort.
Ich brach sofort in Tränen aus. 😦 Ich konnte es nicht fassen, dass ich das vergessen hatte. Die Eltern trafen auch ein paar Minuten nach mir ein. Ich schäme mich und kann mir nicht so richtig verzeihen.

Es tut mir leid.

Zurück zu Hause lief alles gut bis auf das Einschlafprozedere. Die Jüngste brauchte knapp eine Stunde und die Großen über eine Stunde.
Hätte ich mal bloß auf meinen Bauch gestern Abend gehört.
Endlich Feierabend und ich schreibe mir meine Gedanken hier von der Seele.
Morgen ist auch wieder ein Tag.

Sprachentwicklung 20 Monate

Es ist mal wieder Zeit zu resümieren. Ich finde, dass die Jüngste bereits schön viel spricht und wenn ich es hier aufschreibe, dann bin ich gleich noch mehr erstaunt wieviele Worte sie schon kann. Sie versucht auch schon zu erzählen mit den Worten und nicht mehr lang dann wird sie die ersten Wörter aneinander reihen.

Zum Beispiel sagt sie nun schon „Papa Auto“, wenn Papa mit dem Auto wegfährt oder „Papa alle“, wenn sie mitteile möchte, dass er weg ist.

Hier unsere ersten Worte (16 Monate): Katze, Müll, auf, an, AA, Mama, Papa, da, Tasse, Tee, Banane, Acocado, alle alle, die Namen der Schwestern

Mit 18 Monaten: Kaffee, Wasser, Essen, Wauwau, Ente, raus, zu, Tuch (Tragetuch), Ball, oben/hoch, Oma, Opa, Onkel, heiß, Auto, schaukeln, aua, Jacke, Socke, Tschüß, auweia, oh oh

Nun endlich sagt sie Milch. Was sie bisher verweigert ist „ja“ und „nein“. Sie gestikuliert um sich verständlich zu machen.

Inzwischen werden auch diese Worte immer deutlicher: hallo, Sonne, super, Zug, Flugzeug, Tüta, runter, Foto, Hose, Teller, Honig, Kuh, lecker, Rutsche/rutschen, Dusche, T-Shirt, Pups, Fahrrad, fertig, weiter, Lappen, Nudeln, nass, Gurke, Apfel, Kiwi, heiern, Rucksack, Soße, Deckel, Decke, einige Namen

Völkerkontrolle

Ich war heute mal wieder an den Bienenstöcken.

Volk 1 hat mich gleich erstmal gestochen. 😦 Das hat mich etwas gestresst. Die haben mich dieses Jahr schonmal gepiekst. Werde wohl die Königin austauschen müssen. Schade. Es ist ein starkes Volk mit gutem Honigertrag. 😉 

Ich habe ein ganz gutes Gefühl für die Sommerernte. Ich schätze sie mal auf 20 kg Honig insgesamt. In 3-4 Wochen ist es soweit.

Die Königin habe ich allerdings nicht gefunden. Ich hoffe sie ist noch da. Muss wohl am Wochenende nochmal nach ihr suchen. Stifte (Bieneneier) waren da, aber ein bisschen viel Drohnenbrut für meinen Geschmack. Hoffentlich sind sie nicht drohnenbrütig.

Volk 2 hat die neue Königin gut angenommen. Sie haben den Käfig in dem sie kam auch gleich mit eingebaut.

   

Das sah lustig aus.

Dann habe ich auf einer Wabe eine ausgefressene Königinzelle gefunden und hatte schon Panik, dass sie die Neue ausgetauscht haben.

  

Aber sie hat sich mir noch gezeigt und ich war ganz erleichtert. 

 
Einen Schwänzeltanz habe ich auch für Euch gefilmt. Und die gelben Pollenhöschen der Damen sieht man auch sehr schön.

 


Volk 3 ist mein Ableger von Volk 1 und 2. Der Königin geht’s auch gut. Sie ist auch ganz frisch von 2015 und legt fleißig Eier. Den Ableger behandele ich jetzt mit Ameisensäure damit die Varroa keine Chance hat den Bienen gefährlich zu werden.
Zum Schluss habe ich noch eine Empfehlung. Für Bienenstiche finde ich Aspivenin am effektivsten. Zwiebel, Apis Mellifica, Combudoron Gel, usw. hilft alles bei mir nicht und ich reagiere sehr stark auf die Stiche. Aspivenin zieht das Gift aus dem Stich (im besten Fall) und die Reaktion beschränkt sich auf ein Minimum bei mir. Das ist gut.

  

Ferienreif

Es wird immer deutlicher, dass die Kinder dringend Ferien brauchen.

Noch knappe 4 Wochen bis zu den Ferien. Das kann anstrengend werden, denn jeder Tag ist ein Überraschungsei. Haben sie heute gute oder schlechte Laune aus der Schule mitgebracht? Und in letzter Zeit häufen sich die schlechten Tage.

Ich habe die Termine unter der Woche schon deutlich reduziert und letzte Woche haben wir sogar an einem Nachmittag den Chor ausfallen lassen, der ihnen eigentlich sehr viel Spaß macht. Es ging aber einfach nicht. Die kleinsten Ereignisse regen sie so sehr auf, dass ein für mich unverständliches Drama draus wird.

Es wird Zeit. Endlich Ferien. Endlich das erste Schuljahr geschafft. Noch 4 Wochen. Noch 11 Schuljahre…