Sprachentwicklung – 25 Monate

Mal ein kleines Update gefällig?
Die Jüngste plappert lauter als ihre Schwestern und die sind schon nicht leise. Also ich freu mich schon auf die Zeit, wo sie dann tatsächlich mitquatscht. Es wird laut krass intensiv. 😀

Die Jüngste reiht nun bereits 4-5 Wörter aneinander. Dabei entstehen sätze wie: „Pauls Mama auch da.“ „Papa Bahnhof abhole.“ „NameDerJüngsten krank. Arzt gehen. Auto nein. Laufe.“

Sie überrascht uns mit Worten, die sie bereits kann wie zum Beispiel „Krankenhaus“. Von wem hat sie das gelernt? Und auch im richtigen Zusammenhang.
Oder sie hält sich ein Tuch vor den Bauch und sagt: „So schön.“
Immer öfters überrascht sie uns mit ihrem gesprochenen Wortschatz. Verstehen tut sie alles was wir im Alltag mit ihr besprechen. Besonders ausgefallene Worte mal ausgenommen.

Seit dem Start im Kindergarten hat sie auf dem Gebiet der Sprachentwicklung nochmal einen großen Schritt gemacht. Das ist faszinierend, denn das war mit den großen Mädels damals auch so.

6. Anekdote

Seid ihr bereit für noch eine Geschichte aus unser Krankenhauszeit?

Meine Babys sind endlich beide ins Wärmebettchen umgezogen und sie liegen zusammen in einem Bett. Es ist so schön sie zusammen zu haben und nicht mehr in zwei seperaten Inkubatoren.
Ich habe darum gebeten für den Rooming-In-Raum als nächstes auf die „Warteliste“ zu kommen. Mit zwei Brutkästen in den Raum zu ziehen ist nicht möglich, aber mit dem einen Wärmebettchen wäre es möglich.

Mir wird zugesagt, dass die Frau morgen ausziehen wird und ich dann mit den Zwillingen in den Raum kann. Es wäre eine riesige Erleichterung. Keine 3-4 Etagen Krankenhaus mehr zwischen uns während ich schlafe. Ich wäre da. Es würde sich nach Nähe anfühlen. 🙂 Ich bin total froh. Berichte meinem Mann davon. Er ist auch so froh, denn er weiß und merkt natürlich was für eine emotionales kleines häufchen Elend ich bin. Die Zeit hier im Krankenhaus zermürbt mich.

Leider kommt später am selben Tag die Ordensschwester zu mir. (Es ist ein kirchliches Krankenhaus und sie kommt öfters zu mir.) Heute kommt sie mit schlechten Nachrichten. Sie teilt mir mit, dass ich leider nicht in den Raum einziehen kann mit dem Mädchen, weil sie eine Frau haben deren Baby im Sterben liegt und sie dieser Frau das Vorrecht eingeräumt haben und sie hoffen auf mein Verständnis.
Ich weiß es ist nicht richtig, aber ich habe kein Verständnis. 😦 Ich bin unendlich traurig und wütend. Natürlich sage ich davon nichts. Behalte alle meine Gefühle für mich.
Ich sehe die Frau später in den Raum einziehen und weiß, dass sie es dringend benötigt, aber mein Herz weint. Ich versuche nicht so selbstsüchtig zu sein, aber ich will, ich will, ich will. Mein inneres Kind stampft, schreit und weint. Mein äußeres Ich verzieht keine Miene.

In meiner Erinnerung geht die Frau mit ihrem Baby nach Hause am selben Tag an dem auch wir endlich die Klink verlassen können und dieser Raum bleibt leer, weil ihn keiner benötigt… Unfair finde ich das. Warum war der nie frei als ich ihn brauchte. 😦 Aber es kann sein, dass mich meine Erinnerung hier auch trügt.

Es war ein schwerer Tag für mich. Mein Mann kam am Abend und versuchte mich zu trösten, aber es half wenig. Noch heute stehen mir die Tränen in den Augen und das Herz wird mir schwer…

 

 

Windelfrei im Kindergarten

Nun gehe ich bereits 4 Wochen arbeiten und zusammen mit der Eingewöhnung geht die Jüngste jetzt etwa 10 Wochen in den Kindergarten.

Sie ist in einer Gruppe mit kleinen Kindern zwischen 1-3 Jahren und ist in der Gruppe die zweit-Älteste. Sie ist 2 Jahre alt. Alle anderen Kinder tragen Windeln. Sie ist also das einzige Nicht-Windelkind.

Für die Erzieher war es eine Herausforderung und Umstellung, aber die Bereitschaft war da und hat trotz mehreren Unfällen nicht nachgelassen, was ich sehr begrüße. Sie zu windeln ist für mich auch keine Alternative, denn zu Hause ist die Jüngste trocken. Die Unfälle zu Hause haben sich durch den Kitastart nochmal gehäuft, aber nun ist damit wieder Ruhe. Sie ist trocken.

Ich bin so froh darüber. Das macht Vieles leichter und spart so viel Zeit, Geld und nun auch Wäsche.

Nachts passiert immer mal der ein oder andere Unfall (1-2 mal pro Woche). Wir schlafen auf einer wasserabweisenden Unterlage mit Handtuch darüber. So muss ich nur das Handtuch wechseln und wir schlafen weiter. Diese nächtlichen Unfälle sind entweder bevor ich ins Bett gehe. Da kriege ich u.U. ihre Unruhe nicht mit. Und wenn ich nachts fest schlafe, dann kriegt sie mich auch erst mit Weinen wach und dann ist es manchmal schon zu spät und passiert.

Tagsüber geht sie selbstständig aufs Töpfchen oder mit mir auf Toilette. Ich sage eigentlich kaum noch was zu ihr, weil sie es selbst entscheidet. Das ist auch ein bisschen ihr Problem im Kindergarten, denn dort gibt es kleine Toiletten und die Tür dorthin ist meist zu. Sie braucht also die Hilfe eines Erziehers und kann nicht immer selbstständig alleine gehen.

Mein Vorschlag ein Töpfchen übergangsweise aufzustellen, wurde erstmal abgelehnt. Es ist aber auch schon besser geworden. Ich hoffe es bleibt beim Aufwärtstrend. 🙂

Unser Adventskalender 

Dieses Jahr war ich super vorbereitet und hatte den Adventskalender schon 2 Wochen in Voraus fertig. Das ist sehr ungewöhnlich für uns, denn normalerweise ist es eine Nacht-und-Nebel-Aktion, die nicht selten mein Mann übernehmen musste, weil ich mit den Kindern eingeschlafen bin.

Wenn ihr wissen wollt wie unser Adventskalender im letzten Jahr gefüllt war, dann folgt mal diesem Link.

Dieses Jahr habe ich mir einen Wunsch erfüllt. Ich finde schon lange die Krippe von Haba schön, aber irgendwie hat es sich nie als Geschenk ergeben. Wir haben eine kleine Krippe, die viel bespielt wird und mal 5€ gekostet hat. Leider fusselt die etwas und hat auch Porzellan Figuren, die schon einige Kampfstellen haben.

Die Krippe von Haba wäre perfekt zum Bespielen.

   
 Dieses Jahr habe ich also beschlossen, dass sie in den Adventskalender kommt. Für alle drei Mädchen ist das auch preislich einigermaßen verträglich.

So habe ich nun die Säckchen gefüllt.

   
    
    
 
Die Fensterbilder hatte ich noch da vom letzten Jahr und die Stifte auch. Den Rest habe ich dazu gekauft.

Wir haben es nun schon öfters gemacht, dass wir keine oder kleine Weihnachtsgeschenke besorgen und stattdessen an anderen Stellen das Geld ausgeben oder auf ein Konto einzahlen. So wird es auch dieses Jahr seien.

4x Großeltern und 2x Onkel plus noch das ein oder andere kleine Geschenk ist meistens so viel, dass es zu einer kleinen Geschenkeflut führt. Da kann auch mal ein bisschen mehr Geld in den Adventskalender fließen. Insgesamt hat der Kalender für drei Kinder ca. 90 Euro gekostet.

  
Für meinen Mann habe ich Fotos entwickelt und bei DM drei Fotogirlanden (à 10 Fotos) gekauft. Davon benutze ich nur 24 Rahmen und jeden Tag kann er ein Foto umdrehen. Kosten: 7,35€ plus Fotos ca. 5€ und eine Postkarte hatte ich noch da und die hängt dabei. 😊

  

5. Anekdote

Vier Geschichten aus unserer Zeit im Krankenhaus hab ich nun schon geteilt. Heute eine ganz kurze, aber in meiner Erinnerung sehr Wichtige.

Ich werde mit dem Bett in einen Raum gefahren. Die Operation ist überstanden. Die Babys hat man gleich weggebracht und versorgt. Wir wissen nichts. Leben sie? Wie geht’s ihnen? Einen Schrei hat jedes Mädchen von sich gegeben. Die Hebamme hat sie an mir vorbei in den Raum nebenan getragen.

Der Schrei war zwei Mal fast identisch. Es war fast wie ein Déja-vu.

Mir ist sehr kalt. Offenbar Nachwirkungen der OP. Obwohl ich bereits zugedeckt bin, zittere ich. Mein Mann weiß sich nicht zu helfen. In seiner Not legt er seine Jacke auf mich drauf. Das hilft.

Eine Schwester (oder die Hebamme?) kommt und fragt meinen Mann, ob er schon mitkommen möchte. Er sieht mich fragend an und ich will natürlich, dass er zu unseren Babys geht. Ich weiß nicht warum ich nicht gleich mit konnte. Ich liege jedenfalls dann allein in dem Raum und ich weiß nicht wieviel Zeit vergeht, aber dann steht der Oberarzt an meinem Bett. Er hat mich die letzten Wochen betreut und mit mir regelmäßig Ultraschall gemacht. Er hat mir die OP erklärt und auch selbst operiert. Er war durch und durch Arzt, aber auch Mensch und diese Menschlichkeit hat er mich an diesem Tag spüren lassen.

Er kam ganz dicht und streichelte mein Gesicht. Er sagte irgendwas in der Art: „Jetzt haben Sie es geschafft. Es ist vorbei. Sie haben zwei Mädchen. Die Mädchen sind gesund.“

Bis dahin wusste ich nicht was los ist und dann kam er und erlöste mich. Es war ein sehr schöner Moment. Unsere bis dahin sehr normale Arzt-Patient-Beziehung hatte für den kurzen Moment etwas Fürsorgliches und Liebevolles. Das wird mir ewig in Erinnerung bleiben.

Nachdem die Mädchen geboren waren, hatte ich mit ihm nicht mehr viel Kontakt, denn nun hatte ich weniger mit dem Frauenarzt und mehr mit Kinderärzten der Klinik zu tun. Zu denen fallen mir bestimmt auch noch Geschichten ein…

 

Hier findet ihr die anderen Anekdoten.

4. Anekdote 

Schon bei einer, der ersten Untersuchungen der Babys hat man uns gesagt, dass Kind 2 ein auffälliges Herzgeräusch hat. Sehr beunruhigend sowas zu hören, aber das ist man ja fast gewöhnt als Frühcheneltern.

Uns wurde gesagt, dass ein Ultraschall gemacht werden wird um das abzuklären. So weit, so gut. Ich bitte darum auf jeden Fall dabei seien zu können.

Es vergeht ein Tag nach dem anderen, aber der Ultraschall wird immer wieder verschoben. Als besorgte Mutter frage ich regelmäßig nach, was denn mit dem Ultraschall ist und bekomme die Antwort, dass ich Bescheid bekomme, wenn es soweit ist. Man muss schon einiges abkönnen auf so einer Station, wo man nicht der Einzige ist mit Sorgen. Das ist mir durchaus bewusst. Leider ist mir dieses dicke Fell nie wirklich gewachsen und spätestens nach der anstrengenden Schwangerschaft und nach dem Kaiserschnitt und nach der zermürbenden Zeit hier im Krankenhaus bröckelt mein Nervenkostüm nur noch vor sich hin. Ich meine wir sprechen hier von einem auffälligen Herzgeräusch bei einem Baby das mit 1,5 kg auf die Welt kam… 

Ich warte also mehr oder weniger geduldig. Ich bin übrigens fast immer bei den Mädchen ausgenommen zu den Mahlzeiten, an die ich mich erinnern muss, damit ich sie nicht vergesse und die ich auch nur einhalte, weil ich weiß dass mir sonst vielleicht die Milch wegbleibt. Ich bin also immer da. Streichele, füttere und habe sie so oft es geht auf der Brust zu liegen.

Nachts zwinge ich mich 4-6 Stunden schlafen zu gehen in mein Zimmer, das mir vom Krankenhaus zur Verfügung steht. Lieber würde ich bei meinen Mädchen schlafen, aber der eine Raum, der für Rooming-in zur Verfügung steht ist dauerbelegt. 😦 Aber zurück zum Ultraschall. Ich betone meine Anwesenheit deshalb so sehr, weil mich das Erlebte bis heute maßlos ärgert.

Es ist Nacht. Ich schlafe in meinem Zimmer seit etwa einer Stunde. Da klingelt mein Telefon. Ich schaffe es gerade so ranzugehen. Die Stimme der Schwester sagt zu mir, dass sie gerade schon auflegen wollte. Aha. Ja nachts um 1 oder 2 Uhr bin ich nicht ganz so schnell am Telefon. Es tut mir leid. Nicht!

Es ginge um mein Kind. Hier steht dass die Mutter dabei sein möchte beim Ultraschall, ob das richtig sei. Ja ist richtig. Na dann sollte ich mich beeilen. Die Ärztin hat mein Baby schon in der Hand. Bitte wie? Ich komme.

Ich ziehe mir einen Bademantel an und hetze zur Neonatologie. Es dauert einen Moment bis man mit dem Fahrstuhl unten ist und dann desinfizieren und so. Ich komme an und da wird meinem Baby gerade die Brust abgewischt. Fertig, verkündet die Ärztin stolz und sagt mir dass alles in Ordnung ist mit dem kleinen Herzen.

Ich bin fassungslos. Wütend. Traurig. Erleichtert. Müde. Erschöpft. Wütend!!! Sehr sehr wütend. Aber ich sage nichts. Ich habe einfach keine Kraft mehr.

Ich warte tagelang auf diesen Ultraschall. Bin immer da außer nachts wenn ich mal ein wenig Schlaf tanke um dann den nächsten Tag zu meistern. Und dann können sie nicht mal 10 Minuten warten bis ich auf der Station angekommen bin? Nachts? Vielleicht hätte ich mein Baby gerne selbst ausgezogen? Gerne selbst der Ärztin übergeben? Oder wenigstens gerne selbst den Ultraschall gesehen auch wenn ich davon natürlich sowieso nichts verstehe. Einfach nur so, weil ich eben die Mutter meines Babys bin…

Ich habe nur eins dazu zu sagen: großes Unverständnis wie man so wenig Mitgefühl haben kann mit den Eltern.

Nebenbei versuchte mein Körper auch noch eine relativ große Operation zu heilen. Nur so nebenbei… Ach man. Ich merke wie sehr die Wut immer noch nach acht Jahren präsent ist. 

Wann kann ich das loslassen?

Hier findet ihr die anderen Anekdoten.

Mutter-Kind-Kur? Nein. Danke.

Im Oktober war es 5 Jahre her, dass ich zur Mutter-Kind-Kur gefahren bin. Zeit das Erlebte mal hier auf dem Blog in Worte zu fassen.

In letzter Zeit habe ich ab und zu mal darüber nachgedacht nochmal eine Kur zu beantragen, aber ich habe vor kurzem mal mein Tagebuch aus der Zeit gelesen und es dann (erstmal) wieder ausgeschlossen.

Es gibt mehrere Gründe, die für mich dagegen sprechen:
Erstens wird die Jüngste gerade erst an Fremdbetreuung gewöhnt. Eine Mutter-Kind-Kur mit einem Kind, das Fremdbetreuung nicht gewöhnt ist, macht meiner Meinung nach gar keinen Sinn und selbst eingewöhnte Kinder kommen nicht unbedingt immer mit einer fremden Umgebung zurecht.

Zweitens. Bin ich gerade wieder frisch berufstätig und möchte nicht gleich wieder einige Wochen durch eine Kur ausfallen.

Drittens. Die letzte Kur hat mir wirklich nicht sehr gut getan. Vor allem emotional war ich sehr geschlaucht hinterher.

Ich werde Euch im Tagebuch-Stil mal einen Teil davon hier berichten.
Zum besseren Verständnis: Meine Zwillinge waren fast drei und ich etwas mehr als ein Jahr wieder berufstätig. Wir waren quasi dauerkrank mit allerhand Infekten, davon mehrere schwere Niereninfekte der Mädels (teilweise mehrere Wochen krankgeschrieben). Ich habe die Mädels noch einschlafbegleitet und wir haben zusammen in einem Bett geschlafen. Mein Mann hat neben dem Beruf studiert und meine Ärztin und ich dachten eine Mutter-Kind-Kur würde mir gut tun, aber meistens fühlte ich mich dort sehr einsam und es kam mir mehr wie ein netter Urlaub vor. Ich hatte vielleicht auch überzogene Erwartungen…
Mein Mann hat uns in der Zeit nicht besucht, weil wir befürchtet haben, dass die Mädels dann großes Heimweh kriegen. Aus heutiger Sicht finde ich diese Entscheidung irgendwie falsch.

Tagebuch der Mutter-Kind-Kur mit meinen Zwillingen
Tag 1 – Anreise mit der Bahn
Für die Anreise hatte ich mir Unterstützung mitgenommen. Meine Schwiegermutter hat uns begleitet und in der Klinik zwei Tage mit übernachtet. DaIMG_3305durch war unsere Anreise recht entspannt.
Wir wurden etwas abseits untergebracht, weil ich mit den Mädels in einem Bett schlafen wollte (Familienbett). Das war auch eine gute Idee, denn ich wäre wohl noch weniger zum Schlafen gekommen, wenn es anders gewesen wäre.

Die Mädels waren abends sehr müde und sind sofort eingeschlafen. Dummerweise sind sie aber leider nach einer Stunde schreiend erwacht. Unsere Nacht bestand dann aus jammern, weinen, wälzen usw. Vermutlich hatte die ungewohnte Umgebung sie sehr verunsichert und beunruhigt.

Tag 2 – Anstrengend
Nach der Nacht war der Tag entsprechend unruhig. Sie waren mit meiner IMG_3234Schwiegermutter vormittags in der Kinderbetreuung für 2 Stunden, während ich zu einer Begrüßungsveranstaltung ging. Es gefiel ihnen sehr dort gut und mir auch.

Danach erkundeten wir das Gelände und dann gab es Mittagessen. Der Mittagschlaf war leider kurz. Beide waren gar nicht begeistert davon.
Dann ging es zum Strand und wir bzw. die Mädels planschten im Wasser mit Gummistiefeln.

Abgesehen von der Müdigkeit ein schöner Tag und abends schliefen sie sogar schnell ein.

Tag 3 – Oma fährt nach Hause
Geschlafen hatten wir besser. Kind 1 hat um 23 Uhr geschrien und sich übergeben vor Aufregung (nur Spucke). Aber nach 5 Minuten war dann auch wieder Ruhe und wir konnten bis kurz vor 6 Uhr schlafen. Da hab ich bemerkt, dass Kind 2 eingepullert hat. Ich hab sie ausgezogen und noch etwas weitergedöst. Dann hat um 6.15 Uhr Kind 1 eingepullert. Sie merkt das ja sofort und gab Bescheid. 🙂 Ich hab sie ausgezogen und dann war ich wach.
Gegen 7.30 Uhr wachte dann Kind 1 auf und musste pullern. Oma war auch schon wach. Kind 2 wurde dann auch wach als ich mit dem nun wachen Kind 1 wieder ins Bett kam.

Ich hatte gleich um 8.45 den ersten Termin: Messen und Wiegen und danach einen Arzttermin zur Aufnahmeuntersuchung.

Bevor ich zur Fangopackung und Massage ging, war ich ein bisschen einkaufen und hinterher hab ich mich zu den Mädchen in der Kinderbetreuung gesellt. Dort wurde ich dann Augenzeuge der Gefühlskälte des emotionalen Abstandes der Erzieherinnen… das gefiel mir gar nicht. Sicher ist es schwierig mit ständig wechselnden Kinder zu arbeiten, aber ich fand es für meine Kinder zu „kalt“.
Aber wie immer ist es eher mein Gefühl gewesen, denn erstaunlicherweise gefiel es den Mädchen dort zum Glück gut und sie spielten sehr fröhlich. So sIMG_3269ehr dass sie gar nicht recht mit wollten als ich Oma verabschieden gehen wollte.
Nach dem Mittagessen gingen wir ins Bett. Es war ein schwieriger Mittagschlaf, weil Kind 2 nicht einschlafen wollte konnte und nachdem sie endlich schlief, wachte Kind 1 wieder auf.

Später gingen wir zum Strand. Eingepackt mit Gummistiefeln und Regensachen. Das war sehr schön. Das Wetter war herlich. Ganz windstill und fast warm.

IMG_3262Die Mädels wollten dann barfuss ins Wasser (ein Mädchen in der Nähe durfte das) und sie wollten auch und bettelten und bettelten. Ich ließ mich breitschlagen, aber beide hatten anscheinend nicht damit gerechnet, dass es kalt seien könnte. Sie schrieen plötzlich wie am Spieß… 😦 Damit war der Spaß vorbei. Das hatte ich nicht kommen sehen. Ab in den Bollerwagen und schnell zurück ins Haus.
Abendbrot war problemlos und dann ab ins Bett.
Leider brauchte Kind 2 sehr lange zum Einschlafen. Somit fiel der Begrüßungsabend für mich aus. Ich war dann auch zu müde.

Tag 4 – Gemütlich
Wir haben gut geschlafen bis 7.30 Uhr. (Na bitte es geht doch.) Nach dem Frühstück mussten wir zum Arzt denn Kind 1 hustete. Der Arzt meinte die Lunge sei etwas belegt und wir sollten inhalieren.

Dann: Mutter-Kind-Turnen. Wäsche waschen. Stoffbeutel bemalen (sehr süß für die Mädels). Dann Turnen im Spielhaus. Mittagessen und Mittagschlaf. Wäsche in den Trockner. Einkaufen. Toben/spielen auf dem Spielplatz. Keine anderen Kinder waren dort. Das Wetter war kalt und windig. Wir waren aber warm eingepackt und deshalb hat uns das nicht abgeschreckt. Trockene Wäsche abholen. Abendessen.
Das Einschlafen dauerte wieder sehr lange.

Tag 5 – Spaziergang
Wir waren früh wach. Kurzer Besuch beim Arzt. Alles unverändert. Dann haben wir Papa per Videotelefonie angerufen und Kind 2 hat mein Handy abgeknutscht, so sehr hat sie sich gefreut Papa zu sehen. 🙂

Dann ging es los zur Massenwanderung zum Sonntagsspaziergang für alle Mütter und Kinder… Ich hatte sicherheitshalber den Bollerwagen dabei aber beide wollten laufen. Erst gab Kind 2 auf, dann Kind 1. Dann wollte Kind 2 wieder laufen. Dann hatten wir ein anderes Mädchen im Wagen, das nicht mehr laufen wollte. Dadurch kam ich ins Gespräch. Es war nett! Hinterher gab es Kaffee mit Baileys für die Mütter und gesüßten Tee für die Kinder… Da war dann nichts für uns dabei.

Nach dem Mittagessen haben wir inhaliert und dann Mittagschlaf gemacht. Beide sind in Rekordzeit eingeschlafen.

Nachmittags waren wir mit dem Fahrrad unterwegs. Eine vorne eine hinten. Sehr gefährlich wie ich fand, weil wackelig… Fanden aber beide sehr lustig. 😉

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Abends sind sie mal innerhalb einer halben Stunde eingeschlafen. Wahnsinn.

Tag 5 – Kaputter Zeh
Wir waren um 6.45 Uhr wach. Nacht war ruhig.

Anziehen, nochmal anziehen weil Kind 1 sich Wasser eingegossen hatte, Frühstück, Zähne putzen, inhalieren und los.

Beide sind gern in der Kinderbetreuung geblieben. Ich hatte eigentlich keinen Termin, habe aber gesagt dass ich zum Arzt muss, was sich dann später noch von einer Notlüge in Wahrheit verwandelte… Dann hab ich noch durch Nachfrage erfahren, dass der Tee in der Kinderbetreuung auch gesüßt wird. Ab dann gab es also keinen Tee mehr für uns. Ich finde Tee muss nicht gesüßt werden (insbesondere für Kinder). Die Kinder trinken das doch auch ohne Zucker oder sind meine da eine Ausnahme?

Ich bin dann los und wollte in die nächste Stadt fahren um mir neue Hosen zu kaufen. Meine einzige Jeans war am 1. Tag gerissen. 😦 Leider war der Bus gerade weg und der fuhr nur jede Stunde.
Dann hab ich mich für den Strand entschieden. Bin am Wasser lang gelaufen. Sehr schönes Wetter. Ganz ruhige See und sonnig ohne Wolken.

Zurück bin ich an der Promenade entlang gelaufen und leider wollte mein Zeh nicht aufhören zu schmerzen. Der rechte große Zeh tat mir so weh, dass ich dann damit zum Arzt bin und er hat mir den eingewachsenen Nagel entfernt. Sehr schmerzhaft. 😦
Nun tat der Zeh noch IMG_3857mehr weh. Ich holte die Mädchen ab und freute mich, dass ich sie wieder bei mir hatte. Ich erzählte ihnen von meinem „erfolgreichen“ Arztbesuch und sie staunten über mein Pflaster.
Erst gab es Mittag und dann folgte Mittagschlaf. Meinen Sporttermin für nachmittags sagte ich ab und genoß die Zeit mit den Kindern.
Abendbrot, fertig machen und ab ins Bett. Wir waren 19.10 Uhr im Bett. Licht aus um 19.30 Uhr. Um 20.30 Uhr wollte ich zu einem Vortrag über Streß gehen. Daraus wurde nix weil Kind 2 erst gegen 21 Uhr schlief. Ich nahm das als Zeichen und schlief auch ein.

Tag 7 – Einkauf und Sauna
Um 6.30 Uhr ging der Wecker an. Termine, Termine, Termine.

Schnell gefrühstückt und mit Kind 1 inhaliert und dann ging es los. Wäsche musste ich auch mitnehmen, weil nachts eingepullert wurde.
Beide problemlos in der Kinderbetreuung abgegeben. Heute wollten sie turnen gehen und da freuten sie sich schon seit gestern drauf.
Ich hab dann schnell die Wäsche angemacht und bin zum Kneippguss. 🙂
In einer Schlange von nackten Frauen (nur untenrum an den Beinen) reihte ich mich ein. Dann war ich dran und wurde erst warm begossen und dann kalt und dann das ganze nochmal. War angenehmer als ich gedacht hatte. 🙂
Dann bin ich los zum Bus. Habe noch meine Handynummer hinterlassen, falls was ist mit den Kindern. Einkaufen ohne Kinder kann auch Spaß machen, wenn man den ganzen Tag aufeinander hockt. Ich habe eine Hose bekommen.

Pünktlich zurück um die Mädchen abzuholen. Wäsche in den Trockner und zum Mittagessen. Nach dem Mittagschlaf wollte ich in die Sauna. Die Mädels durften sich eine Sauna aussuchen (Trockensauna 60 Grad). Dort haben wir etwa 7 Minuten verbracht. Erst unten gesessen. Dann sind die zwei nach oben gegangen und haben dort etwas verweilt. Es hat ihnen sichtlich Spaß gemacht. 🙂 Dann raus und abkühlen im Fass. 🙂 Nur die Beine bei den Kindern und ich komplett. Etwas Ruhe, soweit wie das mit Kindern möglich ist. Dann in die Dampfsauna. Auch hier hatten beide viel Spaß und keine Berührungsängste. 🙂 Raus abduschen. Ruhe. Dann wollten wir nochmal aber wir hatten alle kalte Füsse und haben es dann gelassen.
Als wir zurück im Zimmer waren begonnen die Mädels sich langsam als Spielpartner wahrzunehmen. Das war sehr sehr niedlich und ich konnte ihre Rollenspiele beobachten.

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Nach dem Abendessen ging es gleich ab ins Bett. Pünktlich 19.10 Uhr im Bett. 19.30 Uhr Licht aus… 21 Uhr wollte ich zum Basteln… Ja anscheinend riechen sie das oder so denn wie immer schliefen sie nicht ein. Um 21.50 Uhr weckte mich Kind 1 und sagte sie müsse nochmal pullern… Danach war dann endlich Ruhe.

Tag 8 – Drachen steigen
In Stichworten:
Aufstehen, Anziehen, Frühstück. Zähne putzen, Kinderbetreuung, Schnell zur Wäsche (denn die hatte ich gestern vergessen), Fangopackung+Massage, Entspannen, Ehemann anrufen, bisschen Fahrrad fahren, Lätzchen nähen (weil kaputt), Wäsche abholen und dann Kinder abholen, Mittagsessen, Mittagschlaf.

Nach dem Mittagschlaf wollten wir Drachen steigen lassen, aber das war nicht sehr erfolgreich, weil beide Mädchen wollten, dass ihre Drachen wieder runterkommen.
Dann auf den Spielplatz. Dort war es sehr lustig: 5 Mädchen im selben Alter spielten zusammen ohne sich groß abzusprechen. Sehr harmonisch und mit vielem herzlichen Lachen. Leider habe ich wieder keine anderen Mütter kennengelernt.
Dann holten wir Pakete ab. Es waren so viele (3), dass wir die mit einem Buggy der Klinik transportieren mussten.
Dann zum Arzt. Kind 1 ist wieder gesund.IMG_3499
Dann wollte ich endlich die Pakete auspacken. Einmal Blumen von meinem Mann. Ein Paket mit leckeren Broten, denn hier gibt es nichts Leckeres. Und ein Paket von meinem Mann mit Aufstrichen und zuckerfreier Marmelade.

Nach einem Schlemmer-Abendessen ging’s ab ins Bett und obwohl wir spät dran waren, schliefen sie schlecht ein. Egal ich hatte nix vor und war relaxed. So relaxed dass ich mit eingeschlafen bin.

Tag 9 – Kind 2 geht’s nicht gut
Früh wach. Nach dem Frühstück mit lecker Marmelade und Pflaumenmus ging es gleich zum Kneippguss. Ich hab die Mädels mitgenommen zum Zugucken. Dann wollten wir mal in der Kinderbetreuung vorbeischauen. Sie wollten nicht hin (also Kind 2 hauptsächlich). Da ich keine Termine hatte, hätten sie den Tag auch mit mir verbringen können, aber eine der Erzieherinnen erzählte gleich, dass sie einen Igel basteln. Das fanden sie beide gut und sind mitgegangen.

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Ich wusste erstmal nix mit mir anzufangen und bin dann zum Strand gelaufen. Es war mir langsam etwas langweilig. Da ich abseits wohnte, verbrachte ich keine der Mahlzeiten mit den anderen Frauen, so dass es kaum Gelegenheiten gab für Kontakte.
Um 10 Uhr wollte ich zum Mutter-Kind-Turnen. Dafür musste ich dann natürlich meine Kinder wieder abholen. Es war sehr lustig bei dem Turnen, aber nach den 30 Minuten waren wir gerade mal aufgetaut und warm geworden, dann hätte es gerne noch so richtig los gehen können, aber dann war es leider schon vorbei.

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Kind 2 war weiterhin etwas angeschlagen und fühlte sich warm an. Ich hab mich dann für meinen Termin nachmittags entschuldigen lassen.

Nach dem Mittagschlaf sind wir mit dem Fahrrad gefahren und haben den Nachmittag draußen verbracht. Ich bin dann aber vorsichtshalber nochmal mit Kind 2 zum Arzt, weil sie mir irgendwie krank vorkam, aber da war alles in Ordnung.

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Abends sind sie sehr gut eingeschlafen und ich habe es tatsächlich mal zu einem Bastelkurs geschafft. Das Abendprogramm im Haupthaus war mir selten möglich, weil die Kinder entweder nicht eingeschlafen sind oder ich zu müde war. Es war auch wirklich ein ganzes Stück entfernt und die Kinder in dem Zimmer „zurück zu lassen“ war mir sehr komisch und ich fühlte mich damit unwohl. An dem Abend aber habe ich es „gewagt“. Schnell hin. Schnell zurück. Richtig Ruhe habe ich dabei nicht gehabt. Die Babyphone-Überwachungsanlage der Klinik war mir auch nicht zeitnah genug.

Tag 10 – Oma und Opa
Wir sind schon um 5.50 Uhr wach.
Nach dem Frühstück bringe ich die Kinder zur Kinderbetreuung. Heute ist ihre „vertraute“ Erzieherin nicht da, aber eine namenlose andere Erzieherin. Ich hab sie schon in der Gruppe gesehen, aber bisher nicht als Erzieherin wahrgenommen. Alles etwas komisch hier, denke ich. Na gut es ist ja nur für 45 min (Fango+Massage). Es ging ihnen nicht so gut, deshalb wollte ich sie nicht lang da lassen. Hinterher hab ich meine Rechnung bezahlt (Eigenanteil+Zusatzleistung+Paketmarken). Dann war ich noch ein wenig einkaufen. Mit hungrigen Kindern ist das gar nicht so lustig (so kurz vorm Mittag). Also schnell zurück und Mittagsessen.
Ab ins Bett. Hatte kurz in Erwägung gezogen ohne Essen ins Bett zu gehen, weil sie sehr sehr sehr müde waren.
Über drei Stunden Mittagschlaf. Rekordzeit.
Ab nach draußen zum Strand. Wir haben mit dem Buddelzeug und Matsch gespielt.

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Sehr lustig. Meine Eltern hatten sich vorgenommen uns an diesem Wochenende zu besuchen. Sie kamen dann dazu und wir ließen noch Drachen steigen.
Das Abendessen war eher unruhig, durch den Besuch.

Dann haben wir noch bis ca. 20 Uhr gequatscht und gespielt und dann aber schnell ins Bett. Um 21.10 Uhr schliefen dann Beide. Ging relativ schnell dafür, dass sie so lange Mittagschlaf gemacht haben.

Tag 11 – Strand – Halbzeit
Aufstehen erst um 7 Uhr. Was für ein Luxus.

IMG_3608Gegen 9 Uhr kamen meine Eltern und wir sind  dann an der Promenade (mit den Laufrädern) und am Strand entlang gelaufen. Haben Quallen gesehen und Steine ins Wasser geworfen. Ein paar Muscheln gesammelt.

Auch den Nachmittag nach dem Mittagschlaf haben wir am Strand verbracht mit meinen Eltern.

Abends waren wir dann alle sehr müde und die Kinder sind gut eingeschlafen.

Tag 12 – Ausflug mit Oma und Opa
Heute wieder erst 7 Uhr aufgestanden. Luxus. Womit hab ich das verdient?

Nach dem Frühstück machten wir einen Ausflug mit Oma und Opa zu einem Leuchtturm. Es war eine schöne Abwechslung. Ohne Auto war man leider sehr auf die Anlange der Klinik beschränkt.

Wir sind pünktlich vor einem großen Regenguß zurück. Super Timing. Mittagsessen.

Nach dem Mittagschlaf sind Oma und Opa schon zur Stelle. Ich ging in die Sauna und die Mädels mit den Großeltern zum Strand.

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Es war nicht sehr entspannend, weil sehr viele Kinder mit in der Sauna waren. Als es noch mehr wurden, entschied ich gegen einen zweiten Durchgang und ging zurück in mein Zimmer. Ich war trotzdem recht entspannt.

Kurz danach kamen dann auch die Mädels zurück. Leider mit Brot und Brezeln abgefüttert, so dass das Abendessen eine eher nervige Angelegenheit war.
Meine Eltern haben dann den Heimweg angetreten und wir haben noch Wäsche abgeholt. Während die Mädchen in der Badewanne waren, habe ich die Wäsche aufgehängt und dann schnell ins Bett.

Tag 13 – Krank
Die Nacht war komisch und ich wachte mit Schleim im Hals auf. Kids fertig. Frühstück. Ab in die Kinderbetreuung. Dort bastelten sie Armbänder.
Ich zur Kneippbehandlung aka kalte Dusche und dann Fango und Massage.
Zurück zur Kinderbetreuung und gerade noch rechtzeitig bevor die Gruppe nach draußen geht (denn ich hatte keine warme Kleidung mitgebracht für die Zwei).
Dann gab es eine „hinter den Kulissen – Führung“ der Klinik, die wir mitmachten. Mittag. Mittagschlaf.
Aus dem Bett bin ich kaum wieder rausgekommen, so schlecht ging es mir. Bauchschmerzen, Rücken, Kopf alles.
Ich bin dann zum Arzt gegangen und der hat mir Paracetamol gegeben. Danach sind wir zum Strand gelaufen. Das Wasser war fast schwarz und es war sehr windig. Wir haben gebuddelt und einen Turm gebaut. Mir ging es einigermaßen dank Paracetamol.

Abendessen und ab ins Bett.

Tag 14 – Kuscheltiere
Die Nacht war noch schlechter. Kind 2 hat auch schon wieder eingepullert und Kind 1 wollte pullern gehen und mir ging es dreckig.

Morgens war ich dann wie gerädert. Ich hatte keine Termine zum Glück und brachte beide schnell in die Kinderbetreuung. Dort wurde an dem Tag geturnt. Das fanden sie immer schön.
Ich habe die Zeit genutzt und mich auf der Couch ausgeruht.
Um 11.30 Uhr holte ich meine zwei Süßen dann wieder ab. Ich hatte großes Heimweh.
Mittag (ich hatte keinen Hunger). Mittagschlaf. Alles sehr mühselig, weil die Mädchen noch kein Verständnis für meine Krankheit haben.
Aber sie haben mir den Gefallen getan und bis 15.30 Uhr geschlafen.
Nachmittags bin ich mit ihnen zum Basteln gegangen. Dort durften sie sich ein Tier aussuchen und das haben wir dann gestopft und zugenäht. Es ging schneller als ich dachte und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ein Elefant und ein Schaf.
Dann sind wir zurück und haben Abendbrot gegessen.
Ich hab leider die Wäsche im Haupthaus vergessen und musste dann noch mal zurück. Da haben wir die Gelegenheit genutzt und Papa angerufen. (WLAN gibt’s nur im Haupthaus)

Sie sind schlecht eingeschlafen und ich dann auch.

Tag 15 – Tierpark
Die Nacht war ruhig. Mir ging es besser.
Aufstehen erst um 7 Uhr. Ich fühlte mich sehr ausgeruht.

Nach dem Frühstück geht es los zur Kinderbetreuung. Die Erzieher fahren mit den Kindern in den Tierpark. Mir ist nicht so wohl dabei. Habe kein großes Vertrauen.

Ich war derweil spazieren und habe gelesen. Dann hatte ich eine Fangopackung und Massage. Nach der Massage bin ich Richtung Haupteingang gegangen und dann kamen mir die Kinder schon entgegen. Welch eine Erleichterung (für mich).

Mittagsessen. Mittagschlaf. Eingeschlafen sind sie schlecht. Sie waren aufgedreht.
Wir haben geschlafen und dann haben wir Karten geschrieben. Die haben wir dann verschickt. Dann sind wir in die Bibliothek und haben zwei Bücher geliehen.
Dann Abendbrot und ab ins Bett.

Tag 16 – Fußpflege
Beide haben nachts eingepullert (was ist hier nur los?). Aufstehen gegen 6.30 Uhr. Frühstück. Ab zur Kinderbetreuung.

Ich hatte noch etwas Zeit und hab mir einen Tee gekocht, dann kam die Fusspflegerin. Das hat mir gut getan.

Mittagessen. Mittagschlaf. Dann Mutter-Kind-Turnen.IMG_3748 IMG_3749
Ich hab schon vorher Schmerzen, aber danach noch mehr. Rückenschmerzen im unteren Rücken. Ich ignoriere es so gut es geht. Wir ziehen uns an und gehen noch schaukeln.
Abendessen ist schon ein Krampf mit mir. Dann rufe ich die Schwester. Sie bringt etwas gegen die Schmerzen mit und eine Wärmflasche. Die Mädchen machen fast alles selbst. Sehr lieb. Kind 2 tut sich immer schwer was ohne Mama zu machen, aber sie gibt sich Mühe.
Ich sage dass es nur einmal auf Toilette geht und nur einmal trinken. Kein Problem. Sie machen das super.
Es dauert lange bis Kind 2 schläft und (wie immer) schlafe ich dann auch irgendwann ein.

Tag 17 – Kind 1 hat Bauchweh
Die Nacht war schrecklich. Ständig irgendwas. Dann ging es mir nicht gut. Kind 1 musste pullern. Dann Kind 2 und dann schlief Kind 2 nicht mehr ein. So lagen wir bestimmt eine Stunde lang wach.
Um 7 war die Nacht dann vorbei.

Wir haben noch bis 8 Uhr im Bett gelegen. Quatsch gemacht und gelesen. Sehr harmonisch. Dann mussten wir los. Brötchen und Banane in die Hand. Heute ist Olympiade in der Kinderbetreuung.
Ich bin dann einkaufen gegangen. Jogurt. Gurke und so. Habe dann in Ruhe gefrühstückt. Sehr angenehm mal ohne Pipi, AA, Geheule oder Gemansche zu frühstücken. 🙂
Dann war der Vormittag auch schon weg. Kind 1 fühlte sich morgens schon etwas warm an und das war nicht besser als ich sie wieder abholte. Morgens hatte eine Erzieherin gesagt dass die Mädels den Orden für höfliches Benehmen kriegen, weil sie beide guten morgen gesagt haben. Und beim Abholen wurden sie für den tollen Sport (bei der Olympiade) gelobt. Na bitte.

Noch vor dem Essen klagte Kind 1 schon über Bauchweh und Müdigkeit. Sie aß dann und ich brachte sie mit Wärmflasche ins Bett. Kind 2 wollte noch aufessen und ich holte sie dann nach.
Geschlafen haben wir bis fast 16 Uhr. Dann sind wir zum Arzt gegangen. Diagnose: Hals rot, Bauch grummelt, Lunge frei.
Kind 1 und ich kriegten einen Lavendelhalswickel.
Dann sind wir zum Strand. Haben gebuddelt und Sonnenuntergang bestaunt. Gegen 18 Uhr sind wir zurück weil es dann dunkel wurde.

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Nach dem Abendessen ging es langsam los. Kind 1 war fiebrig und müde trotz ausgedehntem Mittagschlaf. Ich hab gemessen 38,8 Grad Fieber bei Kind 1. Sie war sehr unruhig.
Wir sind dann ins Bett und sie sind beide dankbar eingeschlafen.

Tag 18 – Bauernhof
Geschlafen bis um 8 Uhr. Kein Wunder denn wir waren ja spät im Bett.
Die Nacht war unruhig und Kind 1 musste drei mal pullern. Gegen 4 Uhr war sie fieberfrei. In der Nacht hatte sie hoch gefiebert.
Wir haben uns beeilt damit wir es pünktlich zum Arzt schaffen (9 Uhr).
Beim Arzt vorgedrängelt und dann das „ok“ bekommen zum Bauernhof mitzufahren. Wickel neu betropfen lassen und dann ging es los. Ich hatte noch den Beutel mit dem Anzug von Kind 2 vergessen und musste noch schnell zurück.

Am Bauernhof angekommen gab es eine Führung. Babyschweine. Meerschweinchen. Hasen. Hühner. Kühe. usw.
Wir haben gesehen wie die Kühe auf die Weide gehen. Ein richtig schöner Ausflug für uns Drei.

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Zurück wollten beide kein Mittag essen und wir sind dann gleich ins Bett.
Geschlafen haben wir bis 16 Uhr. Dann sind wir wie immer zum Strand.
Abendessen, Baden, Bett. Das Einschlafen hat ewig gedauert.

Tag 19 – Gemütlich
Wir haben im Schlafanzug gefrühstückt und es genossen.
Dann fertig machen. Ich hab mir Zeit gelassen und auch noch geduscht. Das war schön.
Dann sind wir mit unser Wäsche zum Waschen losgezogen. Im Haupthaus gab es and diesem Tag einen „Mit allen Sinnen“-Raum. Dort konnte allerhand ausprobiert werden, aber wir waren leider spät dran und schafften nur einen kleinen Teil des Angebots z.B. Knöpfe sortieren.

Mittagessen. Mittagschlaf.
Dann sind wir wieder los. Wäsche in den Trockner und ab zum Strand bzw. zur Promenade. Mit den Laufrädern.
Wir haben Möwen gefüttert und sind dann zurück zum Haus.

Haben noch Bücher zurück gegeben und die Wäsche abgeholt.
Abendessen. Ich hatte keinen Hunger.

Das Einschlafen hat mal wieder lange gedauert. Und dann war ich auch weg. Kind 1 wachte dann nachts auf und weinte sehr doll. Ich glaube sie hat geträumt. Sie schlief dann eine Weile sehr unruhig und schluchzte manchmal.

Tag 20 – Packen
Die Nacht war unruhig. Um 7.17 Uhr gucke ich auf die Uhr da schlafen beide noch.

Nach dem Aufstehen sage ich meine Termine ab. Eigentlich hab ich Tai Chi und Terraintraining aber Kind 1 will nicht zur Kinderbetreuung und ich will nicht zum Sport. Das trifft sich also gut und so lassen wir es langsam angehen den Tag zu beginnen. Ich sage meine Termine ab und die Mädels belohnen mich mit einem tollen Vormittag an dem ich trotz ihrer Anwesenheit gut packen und unsere Heimreise vorbereiten konnte.

Dann gingen wir noch ein bißchen raus auf den Spielplatz wegen der frischen Luft und so. Das Mittagessen war ein Desaster. Sie waren sehr müde und erstaunlich mäkelig. Das war neu.

Ab ins Bett. Sie schliefen gut ein. Ich auch, aber stellte mir den Wecker damit es nicht zu lange wurde.
Wir waren vor dem Wecker wach und Kind 1 war nur am Weinen. Nichts kann ich ihr recht machen. Um sie etwas zu beruhigen und schlage ihr vor noch ein bisschen im Bollerwagen zu liegen/zu schlafen, wenn wir jetzt losgehen. Die Idee findet sie gut.
So gingen wir dann zum Strand. Da wollte Kind 1 dann doch raus aus dem Wagen, weil gerade heute dort interessante Bauarbeiten begonnen haben. (Neue Bepflockung)

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Dann haben wir gebuddelt und ich hatte erstaunlicherweise Kontakt zu anderen Müttern… Wahnsinn.
Dann wollte Kind 1 wieder in den Wagen und Kind 2 pullern. Das war das Zeichen zum Gehen.

Abendessen. Spielen. Ab ins Bett. Im Bett erzählte Kind 1 mir unter Tränen, dass sie keinen Clown sehen will und ob Mama mitkomme zum Fest mit dem Clown… (Am nächsten Tag war das Abschlussfest für die Kinder und da kam ein Clown.) Ich konnte sie dann trösten.

Gegen 20.55 Uhr schlafen beide endlich. Ich kann mich aber nicht motivieren zur Abschlussfeier für die Mütter zu gehen. Die Müdigkeit, die Entfernung zum Haupthaus, fehlendes Vertrauen in die Überwachungsanlage und die Sache mit dem Türschloß halten mich davon ab die Beiden hier allein zu lassen. Zumal sich sowieso kein Kontakt zu den anderen Müttern richtig ergeben hat.

Zum Türschloß: ich stehe einen Nachmittag vor unserer Tür und komme mit meinem Schlüssel nicht mehr rein. Bisher total problemlos. Jetzt schießt nix mehr. Relativ schnell (10-15 Minuten) kommt ein Techniker, der auch mit dem Universalschlüssel nicht weiterkommt. Es dauert noch ein Weilchen, dann hat er die Tür mit klopfen offen. Ich erfahre von ihm, dass das schon häufiger vorgekommen ist und dass auch schon Mutter und Kinder auf verschiedenen Seiten der Tür waren… Aha. Sehr beruhigend zu wissen. Nicht!
Ich frage wie lange er im Haus ist, damit ich weiß ab wann ich mein Zimmer lieber nicht mehr verlasse. Er lacht, denn irgendwann hat er ja auch Feierabend. Am selben Abend tauscht er noch den Zylinder aus, aber das beruhigt mich in keinster Weise und mein Kopfkino zeigt Bilder von mir auf der einen Seite der Tür und meine schreienden Kinder auf der Anderen.

Tag 21 – Letzter Tag
Alles ganz gemütlich. Aufwachen heute mal um 6.40 Uhr. Kleine Einstimmung auf morgen. Da müssen wir um 6 Uhr aufstehen.

Frühstück. Kneippguss.
Die Mädchen wollten zugucken. Dann sind wir zur Kinderbetreuung, aber leider wollten sie nicht dort bleiben. Egal. Ich hab sie wieder mitgenommen. Habe eine Kiste fertig gepackt zum Verschicken. Die Andere geht dann am nächsten Tag zur Post. Bißchen aufgeräumt.
Dann haben wir uns angezogen und sind zum Strand. Haben Möwen gefüttert und unsere Steine ins Wasser geworfen.
Dann mussten wir zurück weil ich einen Termin beim Arzt zum Abschlussgespräch hatte. Er bedauerte dass es nicht so erfolgreich war wie gehofft. Ich habe ein bisschen abgenommen, ansonsten war es ein angenehmer Urlaub am Wasser, aber ich hatte mir wohl mehr erhofft von Gesprächen (die nicht stattgefunden haben) und auch die „Einsamkeit“ hat mich sehr mitgenommen.

Nach dem Arzt gab es Mittag. Leckere Schupfnudelpfanne. Echt mal was Tolles fand ich, aber meine neuerdings-Mäckelliesen mochten es nicht.
Dann sind wir ins Bett und Kind 2 hatte mir noch in den Arm gebissen. Warum wusste sie nicht. Sehr komisch. Wird Zeit, dass wir nach Hause kommen.

Wecken musste ich sie um kurz vor drei, weil wir zum Abschlussfest wollten. Es war aber nichts so richtig für meine Mädels. Viel Trubel. Kinderdisko. Der Clown hat ihnen Angst gemacht.
Danach sind wir noch raus gegangen. Ein letztes Mal schaukeln und so.

Dann Abendessen. Ab ins Bett. Ich war sehr unruhig und das hat sich wohl übertragen, denn sie sind sehr schlecht eingeschlafen.
Dann hab ich mich geduscht, gepackt und noch letzte Vorbereitungen getroffen.

Tag 22 – Abreise
Die Nacht war unruhig, aber ohne große Ereignisse. Ich war unruhig.
Als der Wecker ging war ich hellwach und voll da. Ready to go. Ready to leave.

IMG_3884Anziehen. Sachen packen. Betten abziehen. Nochmal alles durchsehen, ob auch nix unterm Bett liegt usw.
Dann sind wir los. Zur Rezeption. Schlüssel abgeben. Rechnung bezahlen. Mist Nachtlicht vergessen. Hab die 5 € Pfand trotzdem zurück gekriegt.
Dann ab in den Bus.
Busfahrt war unruhig. Kind 2 jammerte immer wieder. Dann waren wir am Bahnhof. Einsteigen ging problemlos. Nur dass wir dann knapp 35 Minuten im Zug saßen und nix passierte war blöd. Egal.
Wir hatten ein Abteil für uns und das blieb so.

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Die Zeit verging schnell und wir waren alle froh als es dann soweit war. Endlich aussteigen. Endlich wieder bei Papa. Endlich wieder zu Hause.
Ich konnte die Tränen nicht zurück halten. Ich war so froh endlich wieder meinen Ehemann zu sehen.

Respekt, wenn ihr es bis hierher geschafft habt. 🙂 Das ist nur meine Erfahrung und jedes Haus ist anders und nicht jede Klinik passt zu jeder Familie, denke ich. Ich bin ganz froh, dass ich alles aufgeschrieben hatte und mich dagegen entschieden habe nochmal zu fahren. Wer weiß vielleicht in 2-3 Jahren?

3. Anekdote

Draußen werden langsam immer mehr Fenster geschmückt. Es ist Vorweihnachtszeit. Ich liebe diese Zeit, aber sie geht dieses Jahr total an mir vorbei. Es ist 2007 und ich sehe aus dem Fenster des Krankenhauses während ich auf meinem Bett sitze und Milch pumpe. Es ist Nacht. Ich muss mindestens alle vier Stunden pumpen damit meine Mädchen Muttermilch kriegen.

Sie werden mit dem Finger gefüttert. Das ist nicht überall üblich, so dass ich sehr dankbar bin, dass sie hier im Krankenhaus diese stillfreundliche Methode des Fütterns möglich machen. Da sie oft zu müde sind eine ganze Mahlzeit zu trinken, wird der Rest über eine Magensonde gespritzt. Ich übernehme das Füttern der Mädchen gerne selbst. Es sind meine Kinder. Es fühlt sich ganz selbstverständlich für mich an. MEINE Kinder. Wenn ich sie schon sonst nicht mal alleine hochnehmen darf, dann gibt mir wenigstens das Füttern das Gefühl Mutter meiner Kinder zu sein.

Nach dem Pumpen bin ich ziemlich wach also beschließe ich nach meinen Babys zu sehen. Das Krankenhaus ist nachts angenehm ruhig. Ich gehe im Schlafanzug und Bademantel zum Aufzug. Drei oder vier Etagen trennen mein Zimmer von der Frühchenstation. In den Taschen habe ich zwei Gläschen mit meiner Milch. Sie kommt auf der Neonatologie in den Kühlschrank mit meinem Namen und dem Datum versehen. Alles muss seine Ordnung haben.

Dann gehe ich zu meinen Mädels. Sie schlafen und ich sehe ihnen einfach dabei zu. Sie sind so zerbrechlich.

Die Nachtschwester kommt rein, eine von den netten Schwestern, und sagt ich solle mich doch endlich mal hinlegen und schlafen. Sie kümmert sich schon. Ich weiß es ist nett gemeint. Ich weiß auch, dass sie Recht hat. Ich bin immer da. Aber es sind doch auch meine Babys. Dass sie überhaupt von mir getrennt sind obwohl sie doch eigentlich noch in meinen Bauch gehören, fühlt sich einfach nur falsch und traurig an. Ich bin einfach einsam ohne sie. Nicht komplett. Ich will nicht, dass fremde Frauen sich um sie kümmern. Sie anfassen und füttern. Sie trösten. Trösten sie sie denn auch immer?

Ich fühle mich sehr sehr schwach und müde und traurig und in dem Moment auch sehr wütend auf diese Schwester, die sich anmaßt mich wegzuschicken. Weg von meinen Kindern.

Ich will endlich nach Hause. Ich will endlich meine Babys selber versorgen und sie Tag und Nacht ganz dicht bei mir haben. Die Vorweihnachtszeit mit ihnen genießen. Stattdessen bin ich ein Häufchen Elend im Bademantel nachts auf der Neo und sehe meine Kinder durch einen Plastikkasten anstatt sie selber „auszubrüten“.

Ich gehe dann mal schlafen. Die nette Schwester hat ja Recht und es fällt auch viel leichter die Mädchen bei den netten Schwestern allein zu lassen.

Hier findet ihr die anderen Anekdoten.

2. Anekdote

Entschuldigt, wenn die Geschichten hier unsortiert sind. Ich weiß nicht mal ob sie in meiner Erinnerung in eine richtige Reihenfolge zu bringen wären… Nach gestern, heute mal was Erfreuliches:

Wir sind schon über zwei Wochen im Krankenhaus und es stellt sich langsam Routine ein. Wickeln, Füttern, Schmusen/Schlafen. Bei jedem Wickeln wird Temperatur gemessen. Es dauert übrigens lange bis ich mir das zu Hause endlich abgewöhne. Aber zurück zum Tag meiner Erinnerung. 

In meiner Erinnerung ist es ein sonniger Tag. Alles ist hell. Kind 1, die Größere von Beiden, ist wach und ich versuche mal wieder sie zu stillen. Ganz alleine ohne Hilfe der Schwestern. Die „Hilfe“ ist sicher lieb und sinnvoll gemeint, aber es verunsichert mich eher, wenn jemand ständig hilft meine Brust in das Kind zu bekommen. Ich versuche es selbst so wie ich es gezeigt bekommen habe und das Wunder geschieht: Nach so langer Zeit hier im Krankenhaus (ja es fühlt sich wie eine elend lange Ewigkeit an) dockt sie an. Sie saugt und zieht. Eine gute Mahlzeit. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin voller Liebe und Stolz und Erleichterung und Erlösung und befreit. Ja alles das. Es gibt mir Kraft es weiter zu versuchen und nicht aufzugeben. Es fühlt sich auch so richtig an. Diese unglaubliche Nähe zu meinem Kind. Es ist ein toller Moment.

Er wird etwas getrübt, durch den Auftritt der Schwester, die mich fragt ob ich das Kind vorher gewogen habe. Nein. Ich wollte einfach mal gucken ob sie stillen mag. Hätte nicht damit gerechnet, dass sie eine Mahlzeit trinkt.

Na toll nun wissen wir nicht wieviel sie getrunken hat… oh Gott oh Gott. Es kann nicht in das Heft eingetragen werden und nicht kontrolliert werden was das Kind zu sich nimmt. 😱😱😱

Sie schafft es trotzdem nicht mir meine unglaubliche Freude zu nehmen. Ich muss gleich raus und rufe meinen Mann an. Schöner Tag! Es muss kurz vor’m Verlassen der Klinik sein 2-3 Tage vorher. Zumindest ist mir so.

Hier findet ihr die anderen Anekdoten.

1. Anekdote

Ich komme zu meinen Babys und Kind 2, die Kleinere mit knapp 1.500 Gramm geboren, weint im Brutkasten. Ich versuche sie zu trösten mit Worten und durch die zwei Löcher in dem Kasten, die die einzige körperliche Verbindung zu ihr ermöglichen. Sie weint weiter. 

Eine Schwester kommt gerade in den Raum und ich bitte sie mir das Baby zu geben. Leider meint sie, sie hätte dafür jetzt keine Zeit und beschließt stattdessen meiner Kleinen einen Tropfen Glukose zu geben. Das Wundermittel, das alle bekommen, wenn sie still sein sollen. Ein bisschen Zuckerwasser. Wer mich kennt, weiß dass das in vieler Hinsicht nicht meine Wunschlösung ist und leider hilft es auch überhaupt nichts einem inzwischen brüllendem Kind Flüssigkeit in den Mund zu tropfen. Meine Kleine verschluckt sich so sehr daran, dass sie es kaum noch hinbekommt zu atmen. Nun muss die Schwester meinem Kind wieder zum Atmen verhelfen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie schrecklich hilflos man daneben steht und das alles mitansehen und ertragen muss. Ich frage mich oft was ich hätte anders machen können oder sollen, aber ich sehe keine Alternative.

Die Schwester hatte eben keine Zeit den Kasten zu öffnen und mir das Kind zu geben. Leider musste sie sich nun aber doch Zeit nehmen, denn ihre zeitsparendere Methode hat nicht funktioniert. Im Gegenteil. Meine Variante hätte etwa 5 Minuten ihrer Zeit gekostet. Wenn überhaupt. Stattdessen war sie nun etwa 10 Minuten mit meinem Mini-Baby beschäftigt, das nun kaum noch atmen konnte.

Es war sehr traurig. Danach war sie weg und ich weiterhin von meinem Baby getrennt. Ich weiß nicht mehr was ich danach gemacht habe. Vielleicht mein Baby gestreichelt und still geweint? Wie so oft an den Brutkästen meiner Mädchen…

Hier findet ihr die anderen Anekdoten.