Herzenswunsch

Wir bereiten uns so langsam auf den 8. Geburtstag der großen Mädels vor. Sie haben Wunschzettel gemacht, auf denen fast ausschließlich Playmobil klebt. Ihre große Leidenschaft derzeit. Allerdings hadert Kind 1 ein bisschen. Sie schlägt Kind 2 gerne allerhand Sachen vor, die sie selber sich aber nicht wünschen will.

Sie hat auch im Gegensatz zu der VIER-seitigen Liste von Kind 2 nur eine Seite beklebt. Vielleicht hat sie auch einfach alle ihre Wünsche bei ihrer Schwester untergebracht?

Jedenfalls hat sie unter anderem auch drei Puppen aufgeklebt. Ich meine, wir haben hier schon ein Kindergartengruppe an Puppen und da habe ich sie gefragt, ob es tatsächlich Drei seien sollen und was denn von der Liste so das Allerwichtigste ist.

Alles sei wichtig, war die Antwort. Und insbesondere alle drei Puppen, aber auch das Playmobil. Ich habe ihr dann (vorsichtig) erklärt, dass es wohl nicht alle drei Puppen werden und ob nicht unsere bereits vorhandenen Puppen reichen, wollte ich wissen. Ich hatte aber das Gefühl ihr nochmal versichern zu müssen, dass wenn die Puppen ihr Herzenswunsch sind, dann will ich mich da auch nicht gegenstellen. (Ich war als Kind auch eine leidenschaftliche Puppenmutter)

Als ich dann abends mit ihr alleine war, nutzte ich die Chance und setzte nochmal da an. Was denn ihr Herzenswunsch sei?

Die Antwort kam prompt: „Mit Mama jeden Tag kuscheln.“ Das sei ihr größter Herzenswunsch.

Ich weiß nicht, ob ich weinen soll oder gerührt sein… Meinem Kind fehlt in letzter Zeit oft meine Nähe. 😦 Man man. Ein paar Jahre noch dann sind das nicht mehr ihre Herzenswünsche. Nun muss ich also dringend daran arbeiten meinem Kindelein mehr Kuschelzeiten einzuräumen. Wie sich das anhört…. Schrecklich.

Kennt ihr das?

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht

Meine Großen werden nun bald 8 Jahre alt. Unglaublich. Die Jüngste wird zwei und ich verstehe schon lange was meine Eltern früher immer meinten, wenn sie sagten, dass die Zeit nur so verfliegt.

Es macht mich sehr wehmütig und die Jahreszeit trägt noch bei zu der etwas trüben Stimmung.

Das hier ist nun bald 8 Jahre her und das 2 Jahre. Es fühlt sich an wie gestern und dann gleichzeitig so weit entfernt vom Hier und Jetzt.

Die Großen entwickeln sich nun langsam zu jungen Damen. Die Schule verändert sie und die Veränderung macht mir auch etwas Angst. Ich kann es nicht so genau in Worte fassen.

Ich merke, dass ich mich auch als Mutter verändere. Ich bin nicht mehr (nur) eine Kindergartenkind-Mutter sondern nun auch eine Schulkind-Mutter und es ist tatsächlich etwas anders. Nicht nur die Kinder sondern auch ich bin gewachsen an der Aufgabe, die da Schule heißt.

Auch in die Rolle der Kindergartenkind-Mutter muss ich jetzt erstmal wieder reinwachsen. Es fällt mir weiterhin schwer. Heute weinte die Jüngste das erste Mal und dann wohl auch mehrmals am Vormittag. Es bricht mir das Herz. Ich kann diese sehr bewegenden Gefühle gar nicht alle beschreiben. Es ist ein Gefühlschaos sondergleichen.

Es bleibt spannend.

Traum einer Helikopter Mutter?

Guten Morgen.

Eigentlich sehe ich mich nicht als Helikopter Mutter, aber mein Traum letzte Nacht war schon ziemlich eindeutig:

Ich hab mich einschulen lassen in die dritte Klasse und mich so schonmal bekannt gemacht mit der zukünftigen Lehrerin meiner Kinder. In meinem Traum fand ich die Idee wundervoll alles schonmal zu erleben und dann meinen Kindern davon berichten zu können und sie vorzubereiten auf das was da kommt.

Ich glaube mit das Schwerste an der Schule ist das Ungewisse. Jedes Jahr aufs Neue. Nicht nur für die Kinder auch für uns als Eltern. Die Zwillinge gehen in eine jahrgangsübergreifende Klasse, so dass es dieses Jahr keine neue Lehrerin gab und wir also schon wussten was uns erwartet. Zumindest grob.

Nächstes Jahr sieht das dann schon wieder ganz anders aus.

Mein Traum öffnet mir insofern die Augen als dass ich natürlich nicht alles für sie übernehmen kann, auch wenn ich das gerne wollen würde. Mein inneres Kind ruft: „Das wäre so toll. Das hätte ich auch gerne gehabt. Eine große Schwester, die mir schonmal erzählt was ich alles wissen und beachten muss.“

Aber das ist nicht die Realität für die großen Geschwister. Sie sind immer die Vorreiter und die Versuchskaninchen. Die Jüngste wird es da mal einfacher haben, denn sie hat die Großen als Vorreiter und Vorbilder und sie wird auch erfahrenere Eltern haben, die bereits einmal die Grundschule durchlaufen sind und viele Lehrer schon kennen.

Ich sehe es jetzt an der Eingewöhnung. Wie selbstverständlich geht die Jüngste in den Kindergarten. Als wäre es das Normalste der Welt.

Jedes Kind macht andere Erfahrungen beim Aufwachsen. Schön dass die Zwillinge wenigstens diese Erfahrungen zusammen machen.

Ja ich möchte meine Kinder gerne beschützen vor der Schule (und vor dem Kindergarten), aber genauso  wenig wie ich meine Jüngste vor einem Klettergerüst beschütze, kann ich hier die Vorreiterin in der Schule sein. Ich kann sie nur bei ihrem Weg durch die Schulzeit unterstützend begleiten und versuchen herauszufinden wo sie meine Hilfe brauchen und wo ich mich zurückhalten muss. Hoffentlich gelingt mir das…

Und auf einmal haben sie weniger Angst

Wir sehen wenig fern mit den Kindern. Kein regelmäßiger Sandmann. Kein Kika. Ab und zu mal eine DVD und seitdem sie 6 sind sehen wir regelmäßig die Sendung mit der Maus einmal in der Woche.

Bei neuen (ihnen unbekannten) DVDs und Filmen waren sie bisher immer sehr skeptisch und ängstlich, dass es was Unheimliches oder Trauriges seien könnte. Es sei hier angemerkt, dass wir nur altersgerechte Kinderfilme angeboten haben.

Wenn sie mit dem Kindergarten ins Kino gegangen sind, war vorher immer die Sorge groß was es wohl für ein Film sein wird. Einmal musste die Erzieherin mit ihnen rausgehen, weil sie so geweint haben und hat dann drum gebeten, dass die Beiden nicht mehr mit ins Kino kommen. Das war ihnen sehr recht und im Sinne alle Beteiligten.

Dasselbe gilt auch für Hörspiele und Geschichten. Mehr als Conni war bis vor einer Weile nicht drin. Keine Märchen oder Benjamin B. oder Bibi Blocksberg. Das hat sich verändert. Seit neustem hören sie sogar Bibi Blocksberg.

Nun kommt ja im Radio ab und zu mal ein Hörspiel. Letztens war es eine Detektivgeschichte und keiner hat mich gebeten aus zu machen. Im Gegenteil, ich wurde angehalten leiser zu sein, weil es gerade so spannend ist.

So ist das also. Meine Kinder werden groß und wachsen mit ihren Aufgaben.

Kein Grund sie bereits frühzeitig an „sowas“ zu gewöhnen (und abzuhärten). Das wurde mir bereits ein paar Mal vorgeschlagen. 

Alles kommt zu seiner Zeit.

Meine Gedanken zu „Dein Alltag ist ihre Kindheit“

Der Satz kuriert gerade auf allen Kanälen. Er wird bei Facebook und Twitter geteilt und es werden Blogbeiträge und Videos dazu erstellt.

Ich muss mich nun auch mal äußern, denn der Satz hat was mit mir gemacht:

Er hat mich unter Druck gesetzt.

Ja er regt mich auch zum Nachdenken an, aber wenn ich länger darüber nachdenke, dann macht es mich wütend, denn wie soll ich bitte jeden Tag zu einem Abenteurer machen oder einen Ausflug organisieren (ja mit drei Kindern kann ein Ausflug Organisation erfordern)? Und wenn ich immer etwas auf die Beine stelle, wie verhindere ich denn, dass es alltäglich wird?

Meine Oma erinnert sich (gerne) an die vielen alltäglichen Arbeiten in ihrer Kindheit. An das Kochen, Nähen, Stricken und Tiere füttern. Sie hat mir zum Beispiel nicht viel davon erzählt, dass sie mit ihren Schwestern gespielt hat und was ihr natürlich besonders in Erinnerung geblieben ist, sind nächtliche Angst im Bunker. 😦

Wie hätte meine Uroma, Oma, Mutter denn den Alltag mit uns und unseren Vorfahren anders gestalten sollen?

Ich sage nicht, dass man darüber nicht nachdenken darf und was ändern soll, wenn man mag. Ich für mich, möchte nicht unter diesem Druck stehen. Ich liebe meine Kinder und natürlich möchte ich, dass sie sich gerne an ihre Kindheit erinnern. Ich denke dafür tue ich bereits mein Bestes und woran sie sich tatsächlich erinnern werden, das habe ich doch gar nicht in der Hand.

Das beste Beispiel dafür ist unser Ausflug in den Heide Park. Sie wissen, dass wir dort waren und es ist auch noch nicht sehr lange her, aber wenn sie darauf angesprochen werden, dann erzählen sie voller Feuer darüber, dass uns das Benzin ausgegangen ist kurz bevor wir zu Hause waren und wie aufregend das alles war mitten in der Nacht. 😀

Kein Wort über die Wildwasserbahn oder die Bobbahn oder irgendeine der anderen Attraktionen, der zwei Tage im Park, sondern das Ereignis danach auf dem Weg nach Hause hat sie am Meisten fasziniert. Ich habe also gar keinen wenig Einfluss auf die Erinnerung meiner Kinder, denn letzten Endes nehmen sie die Welt ganz anders war als ich.

Ich mache mich also nicht mehr verrückt. Ich versuche meinen Kindern eine gute Mama zu sein und nebenbei unseren Alltag zu meistern, aber das habe ich auch schon vor diesem besagten Satz gemacht und ich denke das machen alle so.

Nach bestem Wissen und Gewissen.

Blogparade: Meine Gedanken zur Einschulung

Die liebe Mama Notes hat eine Blogparade gestartet, weil ihre Tochter nächstes Jahr in die Schule kommt und sie sich über Einiges nun schon im Vorfeld geärgert hat. Hier könnt ihr alles darüber lesen.

Ich werde mich anschließen und auch mal über das Drumherum der Einschulung meiner Mädchen schreiben. (Hier findet ihr meine bisherigen Beiträge rund um das Thema Schule.)

Letztes Jahr im August war es so weit. Die Großen Mädchen, meine Zwillinge, wurden eingeschult. Es war eine aufregende Zeit bis zu diesem Moment, denn wir hatten einen großen Umzug hinter uns und wir erweiterten die Familie um eine kleine Schwester für die Beiden, wir suchten Schulranzen aus und sprachen oft über die Zeit nach dem Kindergarten. Vielleicht war das nicht gut. Ich höre mich heute noch sagen: „Genießt Eure letzten Tage im Kindergarten!“
Sowas Blödes, aber ich bin eben nicht perfekt und kann auch nicht alles voraussehen.

Wir genossen die letzte Zeit vor der Einschulung ohne Kita, denn ich war ja mit der Kleinen zu Hause. Es war auch eine aufregende Zeit, denn wir bereiteten die Einschulung vor und die Taufe der Jüngsten. Wir feierten Geburtstage und waren irgendwie auch viel beschäftigt. Die Schultüten wurden gebastelt und vorbereitet. Ich war pünktlich einen Abend vorher damit fertig, so dass sie befüllt werden konnten.
Dann kam endlich der Tag. Ich merkte plötzlich wie die Anspannung der letzten Wochen bei mir abfiel. Es kam zu einem kleinen Zwischenfall und ich brach in Tränen aus.
Meine Babys sollten nun in die Schule gehen. Zu einer mir fremden Frau. Jeden Tag am Tisch sitzen und „artig“ sein. Nicht mehr spielen. Nicht mehr der vertraute Ablauf. Der vertraute Kindergarten. Ich fand es gar nicht schön.Ich halte mich nicht für eine bessere Lehrerin, aber ich fand tatsächlich, dass auch ich meine Kinder „unterrichten“ könnte, aber leider ist das in Deutschland nicht erlaubt. Ich finde diesen Artikel vom Unerzogen Magazin sehr interessant, der sehr sachlich, wie ich finde, die europäischen Länder vergleicht und deutlich macht, dass es sehr wohl auch anders geht. Ich denke nicht, dass jeder hier ein geborener Homeschooler (und Heimschüler) ist, aber ich finde den Zwang unnötig und nicht mehr zeitgemäß.

Nun aber zurück zu unser Einschulung. Die Feier war schön und die Lehrerin ist nett und bemüht wie ich finde. Leider setzt Kind 2 sich selbst so unter Druck, dass sie seit dem Schulstart unter Kopfschmerzen leidet und auch alle paar Wochen einen Migräneanfall mit Erbrechen hat. Ich finde das sehr bedenklich. Durch unseren Kinderarzt konnten wir die Anfälle deutlich reduzieren und auch die Tage an denen sie Kopfschmerzen hat sind weniger geworden (von alle 1-2 Tage auf einmal die Woche im Schnitt). Bis zum Ende des letzten Schuljahres lief es gut.

Ein paar Wochen vor den Ferien merkte ich immer schon deutlich, dass es langsam Zeit für die Auszeit von der Schule ist. Dann hatten wir Sommerferien und es war lange ruhig gewesen. Einmal hatte sie stärkere Kopfschmerzen in den Ferien. Einen Anfall hatten wir seit langem nicht. Dann kommt der erste Schultag und am Nachmittag hat sie wieder einen Migräneanfall, der dann meistens in Erbrechen gipfelt. So auch an diesem Tag.

Ich weiß leider nicht wie ich das Schulsystem besser machen würde. Bin keine Pädagogin und auch keine Lehrkraft. Ich weiß nur, dass das Schulsystem mein Kind irgendwie nicht richtig aufgenommen hat oder umgekehrt. Auf jeden Fall finde ich die Zwei passen nicht zusammen.
Ich versuche es für meine Tochter so gut wie möglich zu gestalten. Druck rausnehmen. Entspannung schaffen. Sport als Ausgleich. Es zehrt leider auch an meiner Strapazierfähigkeit, denn ich hab ja noch zwei weitere Kinder.

Eine freie Schule ist etwas weiter entfernt. Wir fanden sie sehr schön, aber es wäre eine finanzielle Herausforderung für uns. Außerdem bleibt der Freunde-Faktor, denn wenn wir sie bereits in der Grundschule an eine weiter entfernte Schule schicken, dann ist es immer schwierig mit dem Treffen der Freunde, die dann auch weiter entfernt wohnen. Das wollten wir eigentlich nicht (als Eltern).
Mal sehen wie es weiter geht. Das Thema Schule bleibt auf jeden Fall spannend. Und es ist auch tatsächlich das erste Mal, dass mein Mann und ich uns diesbezüglich nicht einig sind und auch ein Kompromiss schwierig scheint.

Abschließend zitiere ich mal die liebe Mama Notes:

Der Mann versteht mich nicht, meine Freundin versteht mich nicht. Beide finden, ich übertreibe, sähe zu viel zu schwarz und habe wohl ein eigenes Schultrauma, das ich jetzt übertrage. Das mag alles sein, Fakt ist, Schule kann Traumata auslösen, selbst bei denen, die ganz gut waren und später sogar ein Hochschulstudium absolvierten, wie in meinem Fall. Ich liebte die Uni und ich liebe das Lernen, immer noch. Aber bei Gedanken an die Schule bekomme ich traurige Gefühle, Beklemmungen und Wut.

Ich kann das gut Nachempfinden in vielerlei Hinsicht.

Meine Woche

Eine Woche habe ich nichts von mir hören lassen. Ich hatte Euch ja schon gewarnt, dass ich im Moment etwas durch den Wind bin, weil die Rückkehr in den Beruf immer näher rückt und ich die Jüngste in den Kindergarten eingewöhne.

Jetzt will ich Euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Die Jüngste macht das toll. Sie mag gerne im Kindergarten bleiben. Auch ohne mich. Sie möchte gar nicht mehr nach Hause. 🙂 Zumindest an den zwei Tagen ohne mich hat sie jeweils länger bleiben wollen als die Erzieherin und ich das wollten.

Morgen geht’s weiter. Sie wird wieder 1,5 Stunden ohne mich dort sein und ich stehe plötzlich am Vormittag ganz ohne Kinder da. Es ist komisch, denn ich arbeite ja noch nicht. Nicht dass ich nichts zu tun hätte aber das Gefühl ist einfach komisch. Und dann dieses ambivalente Gefühl, weil sie gerne dort bleibt. Es ist einerseits eine riesen Erleichterung und auf der anderen Seite hätte ich sie gerne lieber bei mir.

Geschlafen hat sie die ganze Woche außerordentlich schlecht. Über unsere Nächte habe ich schon paar mal berichtet. In letzter Zeit schläft sie meist von 19/20 Uhr bis 3/4 Uhr und dann bis 6/7 Uhr. Das kann ich gut verkraften. Letzte Woche war es leider nicht so und ihre Stillwütigkeit hat meine Brustwarzen ganz schön leiden lassen… Nun war sie aber auch nicht die Einzige, die mich nachts wach gehalten hat. Kind 2 hatte am letzten Wochenende bereits Ohrenschmerzen und dann zog sich das durch die ganze Woche. Tagsüber war es erträglich (ihre Einschätzung), nachts jammerte sie im Schlaf und weinte so sehr, dass wir ihr Schmerzmittel gaben. Jede Nacht seit Montag bis gestern.

Das ging mir total gegen den Strich. Ist auch das erste Mal, dass sie so lange und viel ein Schmerzmittel bekommen hat. 😦 Ich war zweimal mit ihr beim Arzt, aber er konnte organisch nichts feststellen. Leichter roter Hals, der vielleicht in die Ohren ausstrahlt, aber so heftig? Ich schlief teilweise zwischen zwei Kindern. Etwas eng. Fühlte mich an früherer Zeiten mit den Kleinkind-Zwillingen erinnert.

Gestern Nacht nun war es ruhig. Keine Schmerzen. Auch heute früh nicht. Nun mal sehen ob es überstanden ist oder ob es morgen weiter geht. Der Kinderarzt (und ich auch) hat die Anstrengung mit der Schule im Verdacht. Sie leidet ja auch unter Migräne und hatte pünktlich am ersten Schultag nach den Ferien mal wieder einen Anfall seit Langem. 😦

Alles in allem eine anstrengende Woche für die ganze Familie. Auch Kind 1 leidet darunter, dass sie „zu kurz“ kommt und fordert sich die Aufmerksamkeit auf unangenehme Weise ein. Ich hab Verständnis, aber auch nur im Kopf, denn die Müdigkeit und Überbelastung lässt leider die etwas gestresste Mutter nach außen und nicht die Liebende Gelassene. 😦

Neue Woche. Neues Glück.

Vegane Vanillesoße 

Über mein tägliches Frühstück gieße ich mir gerne eine Soße. Die mache ich immer ähnlich und weil ich so oft gefragt wurde was das für eine Soße ist, schreibe ich es jetzt mal auf.

Rezept:

  • 200g Wasser
  • 60g Mandelmus
  • 25g Honig oder Agavendicksaft
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille oder das Mark einer halben Schote

  
Alles gut mixen (Ich habe einen kleinen Mixer dafür, aber ein Pürierstab geht bestimmt auch).
Fertig.
Alternativ nehme ich zum Süßen auch ab und zu 2 Medjool Datteln oder 3-4 Deglet Noir Datteln anstatt des Honigs oder auch mal ein anderes Nussmus z.B. Erdnußmus.

Wer es etwas dicker mag, der nimmt mehr Mandelmus. Ich habe mir mal das rohe Mandelpürree gekauft.

  
Das ist aber sehr viel flüssiger als das „normale“ Mandelmus. Man kann Mandelmus auch selbst herstellen. Ich habe das noch nicht gemacht. Das muss ich mal ausprobieren.

Die Jüngste trinkt die Soße manchmal einfach so oder stippt ihr Obst da rein. Die Großen Gießen sie sich gerne mal über geschnibbeltes Obst.
Viel Spaß beim Ausprobieren.

  

Kindergarten Eingewöhnung 

Es ist etwas still hier, weil ich seit Montag die Jüngste in den Kindergarten eingewöhne. Das ist nicht besonders zeitintensiv aber besonders gefühlsintensiv.

Ich kann meine Gefühle dazu noch nicht in Worte fassen und ich weiß auch noch nicht ob ich das will. Bitte habt ein bisschen Geduld diesbezüglich.

Ich kann aber sehr wohl mal über die Eingewöhnung der Großen schreiben. Das ist bestimmt ein bisschen heilsam und hilft mir vielleicht sogar bei der Eingewöhnung der Kleinen.

Bevor die Mädels geboren wurden, dachte ich, dass ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehe. Vollzeit. Haha. Ich kann mich noch sehr genau an den Blick meiner Mutter erinnern als ich ihr das erzählte. Sie war amüsiert und sagte dann nur: „Warte mal ab bis die Kinder dann da sind. So leicht fällt Dir das sicher nicht.“

Recht hatte sie. Die Zwillinge waren 7 Wochen zu früh und alles was ich über Frühchen gelesen hatte besagte, dass man immer vom errechneten Termin ausgehen soll und nicht vom eigentlichen Geburtstermin. So war mir und meinem Mann schnell klar, dass wir bei dem Kindergartenstart auch 7 Wochen dazurechnen wollten. Unglücklicherweise mussten wir lernen, dass Kitaplätze in der Regel zum Beginn des Schuljahres frei werden und der lag nicht im Winter. So kam es, dass wir die Eingewöhnung erst begannen als die Mädels schon 21 Monate alt waren. (Welch ein Glück. Im Nachhinein bin ich so froh darüber. Ich glaube das hat Ihnen sehr gut getan und mir auch.)

Die Einrichtung hatte ich empfohlen bekommen. Alle wollten dort hin und keiner bekam einen Platz. Nunja. Was soll ich sagen, wir bekamen die Plätze und waren sehr froh. Als es dann aber losging fühlte ich mich dort gar nicht wohl. Gleichzeitig wurden mehrere Kinder eingewöhnt und zusätzlich noch Kinder aus der jüngeren Gruppe in unsere Gruppe umgewöhnt. Ich empfand es als ziemliches Chaos. Ich fand es außerdem unpersönlich und wenig liebevoll. Nicht das was ich mir vorstellte für meine Babys.

Ich war auch nicht die Einzige, die das alles etwas ungewöhnlich fand. Das fand ich beruhigend und beunruhigend zugleich.

Was war nun so schlimm?

Also erstens war unsere Bezugserzieherin im Urlaub. Das war mir total komisch, weil ich eben dachte, dass sie die Vertrauensperson werden wird für unsere Kinder. Zumal es dreimal gewechselt hat im Vorfeld und mir immer wieder jemand anderes genannt wurde als Bezugserzieher. Ich wurde dann etwas abgebügelt damit, dass ja drei Erzieher in der Gruppe sind und die Kinder sich sowieso an alle gewöhnen müssten. 

Dann fand ich es sehr komisch, dass ich ungelogen drei Wochen komplett mit hingegangen bin ohne dass irgendeiner Anstalten gemacht hat mich mal „wegzuschicken“. es hieß dann immer nur „haben wir heute leider wieder nicht geschafft, vielleicht morgen“. Die hatten so viele Kinder einzugewöhnen, dass eben nicht jeder gleich rankam. Nun gut ich hatte es ja nicht sehr eilig, aber eigentlich wollte ich schon nach vier Wochen Eingewöhnung arbeiten gehen. Zum Glück hatte mein Mann sich eine Woche Urlaub genommen wenn ich mich recht erinnere. So dass wir dann nach 5 Wochen ganz gut eingewöhnt waren. 

Die dritte Sache, die mir missfiel war der Umgang mit den anderen (traurigen) Kindern, die eingewöhnt wurden oder eben schon regelmäßig in die Kita gingen. Ich durfte ja nun jeden Tag zusehen, wie Mütter und Väter gehen sollten/durften/mussten und dann konnte ich deren Kinder beobachten und viele waren eben traurig. Wer will es ihnen verdenken. Sie wurden allerdings nicht immer getröstet. Es hieß dann „Der muss sich erstmal ausbocken.“ oder „Das hört irgendwann auf mit dem Weinen.“ oder „Jeden Tag dasselbe Theater.“ 😢😢😣

Ich kam mir vor wie im falschen Film. Ich sah vor meinem geistigen Auge meine Kinder da weinen. Es bricht einem das Herz. Kopfkino in meinem Kopf ist ziemlich bildlich.

Ich weiß auch bis heute noch wie die Erzieherin zu meiner Tochter meinte: „Jetzt bist Du ganz tapfer und weinst nicht. Das macht ja Mama auch traurig, wenn Du weinst.“ :-(((( Ihr könnt Euch nicht vorstellen wieviele Gedanken ich mir über das alles gemacht habe. Ich fühlte mich schrecklich. Ich fand die Eingewöhnung nicht toll und es hat auch lange gedauert bis wir wirklich gut angekommen sind in der Kita. Ich konnte einfach sehr schwer loslassen und finde auch, dass das nicht nur meine Schuld war. Die Mädchen waren unglaublich viel krank und auch schwer krank teilweise. Darüber mal in einem anderen Beitrag mehr.

Letztendlich sind wir dann so nach 1,5 Jahren so richtig dort angekommen und dann lief es auch sehr gut wie ich finde. Bis auf die Probleme mit dem Mittagschlaf.

Das alles macht es nicht leichter für mich mit der Jüngsten. Und die Einrichtung ist auch eine Andere, weil wir umgezogen sind seitdem. Ich kenne die Einrichtung schon, weil die Großen ein Jahr lang dort waren. Das ist ein Vorteil und ich finde es ist hier die beste Einrichtung. Trotzdem ist mir eben für mein Kind nichts gut genug.

Mal sehen ob es mir gelingt Kompromisse mit mir selbst auszumachen und meine Gefühle halbwegs zu ordnen.

Später vielleicht mehr dazu. Danke Euch für’s Lesen. Gerne könnt ihr mir auch einen Kommentar hinterlassen wie es bei Euch war. Austausch hilft. 😉

Und plötzlich steht sie in einer Pfütze

So geschehen gestern im DM. Ich hätte es wissen müssen, aber es war zu spät. Ich hatte gerade bezahlt da steht sie hinter der Kasse in einer Pfütze und erklärt mir das Offensichtliche: „Pipi“.

Ja nun. Normalerweise hab ich für solche Fälle immer eine Mullwindel dabei. Gestern nicht. Ist ja klar. Auch eine Tüte habe ich nicht dabei aber zum Glück habe ich Toilettenpapier gekauft. 🙂 Ich bleibe ruhig und lege erstmal das Kind trocken. Dann wische ich mit ihren Sachen (Hose und Socken) ein bisschen von der Pfütze weg und lege sie unten auf den Einkaufswagen. Den Rest der Pfütze wische ich mit Toilettenpapier auf und dann mit einem feuchten Tuch drüber.

Die Kassiererin direkt neben mir hat nichts mitbekommen von der Aktion (oder sie wollte lieber nix mitbekommen?). Ich hatte eine Wechselhose dabei und der Rest des Einkaufs lief ohne Unfälle. Später konnte ich dann die nassen Sachen in eine kleine Obsttüte stecken.